Heimatreporter-Beitrag
DIE SEHNSUCHT NACH DEM FRÜHLING

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Fluchtursache: Stellvertreterkrieg

Was im März 2011 als friedlicher Protest gegen eine repressive Diktatur begann, wurde zum blutigsten Konflikt unserer Gegenwart
Im Zentrum des Theaterstücks steht eine syrische Familie, zerrissen wie das Land. Da ist Suleika, Sunnitin, eine junge Journalistin und Demonstrantin der ersten Stunde. Ihr geliebter Stiefvater, ein Alawit und Oberst der Arabisch-Syrischen Armee wird zu ihrem Gegner. Ihr Verlobter und anfänglicher Mitstreiter Walid radikalisiert sich und schließt sich der Al-Nusra-Front an. Nur Dawud, ihr Halbbruder und christlicher Militärarzt bleibt ihr Vertrauter. Mutter Aischa, Angehörige der sunnitischen Mehrheitsgesellschaft, versucht, ihre Familie in dieser schweren Zeit zusammenzuhalten.
Das Stück folgt dem Geschick dieser Familie von 2011 bis zur Gegenwart und ihre Erlebungen an den Brennpunkten Syriens: Daraa, Damaskus, Homs, Jarmouk, Ghouta; Al-Raqqa, Aleppo. Es zeigt die Bitterkeit des Krieges und das verzweifelte Bemühen syrischer Menschen um ein friedliches Miteinander und um Versöhnung.
Für die Aufführung im Kaufbeurer Fliegerhorstkino gilt das Gleiche wie in einem Kommentar in der MAINPOST angeführt:
Betroffenes Schweigen als die Lichter erloschen: Dann der verdiente Beifall. Die Akteure der Berliner Compagnie haten es verstanden, dem Publikum das Chaos und die Schrecken des syrischen Bürgerkrieges nahe zu bringen und sich damit als Meister des politischen Theaters erwiesen. 

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