Artenvielfalt
Bayerische Bergbauern kritisieren Gesetzesvorschläge nach dem Volksbegehren

Prägend für die Landschaft im südlichen Allgäu: die Alpwirtschaft. Die Bergbauern befürchten, dass die Alpwirtschaft nur noch mit hohen Einbußen betrieben werden kann, falls die Gesetzesvorschläge zur Artenvielfalt ohne Änderung umgesetzt werden.
  • Prägend für die Landschaft im südlichen Allgäu: die Alpwirtschaft. Die Bergbauern befürchten, dass die Alpwirtschaft nur noch mit hohen Einbußen betrieben werden kann, falls die Gesetzesvorschläge zur Artenvielfalt ohne Änderung umgesetzt werden.
  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Bergbauern (Arge) unter Vorsitz von Präsident Alfons Zeller (Burgberg/Oberallgäu) kritisiert die geplanten Gesetzesvorschläge des Volksbegehrens Artenvielfalt. Sie würden einseitig die Landwirtschaft belasten und gesetzliche Einschränkungen beim Grünland vorsehen. Die Staatsregierung hatte auch die Arge zum Dialog am runden Tisch Arten- und Naturschutz mit den Initiatoren des Volksbegehrens eingeladen. Dies eröffnet laut Zeller die Möglichkeit, im Sinne der Bergbauern nachzujustieren.

Im Vorfeld des Treffens in der bayerischen Staatskanzlei hatte die Arge Ministerpräsident Markus Söder über die wesentlichen Standpunkte der Arbeitsgemeinschaft mit einem Schreiben informiert. Darin heißt es, der verständliche Wunsch, das Artensterben zu stoppen, dürfe nicht auf dem Rücken von Bergbauern ausgetragen werden, die für den Erhalt der schönen Kulturlandschaft bereits seit Generationen verantwortlich seien. Bei den Überlegungen für einen besseren Gesetzentwurf der Staatsregierung sollten deshalb neben den Belangen des Naturschutzes auch die berechtigten Interessen der Landwirtschaft berücksichtigt werden – vor allem beim Betretungsrecht und im Umgang mit Großraubtieren.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Donnerstagsausgabe unserer Zeitung vom 28.02.2019.

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Wir sprechen im Podcast mit Susanne Schwärzler vom Schwärzler-Hof in Dottenried bei Kempten und mit Alfred Enderle, Kreisobmann im Bauernverband, Kreisverband Oberallgäu, und Bezirkspräsident Schwaben. Ein Podcast, in dem bäuerliche Philosophie und wirtschaftliche Gegensätze aufeinandertreffen, aber auch durchaus Gemeinsamkeiten zwischen vermeintlich gegnerischen Lagern erkennbar werden.


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