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Eisrettungsübung der Wasserwacht Sonthofen: Rettung eines eingebrochenen Schlitschuhläufers

Eisrettungsübung der Wasserwacht Sonthofen
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  • Eisrettungsübung der Wasserwacht Sonthofen
  • Foto: Benjamin Liss
  • hochgeladen von Holger Mock

Eingebrochener Schlittschuhfahrer am Siegelsee in Blaichach, so lautete die Übungsmeldung für die ehrenamtlichen Wasserrettungskräfte der Wasserwacht Sonthofen am Sonntag. Die kalten Temperaturen der vergangenen Tage haben dazu geführt, dass sich auf einigen Seen im Allgäu eine Eisschicht gebildet hat.

Doch vielerorts sind die Eisflächen noch nicht tragfähig. Das heißt, die Eisdecke ist zu dünn und es besteht Lebensgefahr. Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen verliert ein ins Eis eingebrochener Mensch innerhalb kurzer Zeit das Bewusstsein und läuft Gefahr zu ertrinken. Der nur mit einer dünnen Eisschicht überzogene Siegelsee bei Blaichach bot den Einsatzkräften eine ideale Grundlage, um die Techniken der Eisrettung zu üben.

Zunächst schlugen die Retter ein Loch in das Eis. Dann begab sich ein Wasserretter im Neoprenanzug in das eiskalte Wasser, das innerhalb kürzester Zeit zum Tod führen kann. Mit einem Neoprenanzug, Helm und einer Sicherungsleine, geht es für den Retter auf dem Bauch mit einer Leiter zu dem Eingebrochenen. An Land sichern ihn die Kollegen, während er Meter für Meter zur eingebrochenen Person robbt. Dort angekommen, schiebt Oliver Grätz eine Leiter in das Wasser. Die Person hält sich daran fest und wird dann durch die Kollegen aus dem Eis gezogen. Anschließend wird der Verunglückte dort durch den Rettungsdienst erstversorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Hört sich einfach an, doch das ist es nicht. Nachdem die Person in dem Eis eingebrochen ist, beginnt der Überlebenskampf. Innerhalb weniger Minuten im eiskalten Wasser droht Unterkühlung und dann die Bewusstlosigkeit, so Oliver Grätz, Leiter der Wasserwacht Sonthofen. Sollte man ins Eis einbrechen, sollte man laut um Hilfe rufen, vermeiden, dass man unter das Eis kommt und sich so wenig wie möglich bewegen, um möglichst wenig Körpertemperatur zu verlieren.

Wenn Spaziergänger dann auf den Eingebrochenen aufmerksam werden, sollten sie umgehend den Notruf 112 verständigen, die eingebrochene Person beruhigen und nur mit Hilfsmitteln wie einem Rettungsring, Leitern, Ästen oder auch mit einem Abschleppseil absichern, so der ehrenamtliche Wasserretter. Auf keinen Fall darf man ungesichert die Eisfläche betreten. Sollte man es schaffen, den Verunfallten aus dem eisigen Wasser zu ziehen und an Land zu bringen, sollte man ihn in die stabile Seitenlage lagern und vor Kälte schützen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

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