• 11. Januar 2012, 00:00 Uhr
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Konzert
Interview: Holger Röger,Schlagzeuger der Ice Blue Orchestra, über ihre eigenständige Musik

(Foto: Ice Blue Orchestra)

Sie machen eine 'sehr eigenständige' Musik zwischen Rock und Klassik, die Ohren jeden Alters anspricht: die drei Musiker des 'Ice Blue Orchestra' aus München. Das Trio stellt seine Mischung am Freitag erstmals in der Kultur-Werkstatt Sonthofen vor und betritt damit 'Neuland'.

Über den Musikstil der Gruppe und die Erwartungen an das Sonthofer Publikum sprach Veronika Krull mit Holger Röder, dem Mann am Schlagwerk.

Sie machen Musik zwischen Jazz und Sympho-Prog. Was kann ich mir darunter vorstellen?

Holger Röder: Das ist im Prinzip eine Verbindung aus Rockmusik und klassischen Elementen oder eher klassischen Formen, und Jazzelemente sind auch mit dabei. Also eine Mischform zu je einem Drittel Rock, Jazz und Klassik. Eine sehr eigenständige Musik, die wir da machen. Die klassischen Elemente? Da greifen wir allgemein auf die Romantik zurück, auf die Kompositionsformen. Das sind richtig auskomponierte Sachen, da gibt es eigene Partituren.

Mit auf der Bühne stehen Reiner Winters und H. H. Babe. Können Sie uns Ihre Mitstreiter kurz vorstellen?

Röder: Reiner Winters kommt aus dem Rheinischen und hat auch schon in vielen Formationen gespielt. Vor einigen Jahren ist er nach München gezogen, er singt unter anderem im Universitätschor München. Er ist auch der Hauptkomponist. H. H. Babe stammt aus Hessen, lebt aber auch seit vielen Jahren in München. Er ist ungefähr zehn Jahre lang mit dem 'Zither-Manä' aufgetreten. Sie machen auch heute noch manchmal was zusammen.

Wie hat sich das Ensemble gefunden?

Röder: Irgendwann kennt in der Musikszene jeder jeden. Man trifft sich mit dem einen oder anderen, stellt fest, dass man die gleichen Interessen hat. Das war so bei Reiner Winters und mir. H. H. Babe ist dann später dazugekommen.

Sie sind das erste Mal in Sonthofen. Welche Erwartungen haben Sie an das Publikum?

Röder: Gut, ich denke einfach mal, es ist, wie der Name schon sagt, eine Kultur-Werkstatt, wo wir mit unserer Musik sehr gut reinpassen. Wir zwingen unser Publikum eigentlich zum Zuhören. Es sind aber auch mal leichtere und lässigere Titel dabei. Wir freuen uns jedenfalls auf einen regen Besuch.

Die Zielgruppen? Sind ganz unterschiedlich. Ich würde sagen, die Zielgruppe ist eher um die 30, über 30. Es sind aber oft auch viele junge Leute da, die auf ganz andere Titel ansprechen wie zum Beispiel 'Rush Hour'. Unsere Konzerte sind kurzweilig durch diese Vielfalt. Wir haben ja keinen Sänger, keinen Gitarristen, da muss man, denke ich, in die Breite gehen – musikalisch natürlich.

Wie erklärt sich der Name Ihrer Gruppe?

Röder: Die Bezeichnung 'Orchester' stand von Anfang an im Raum. Von Anfang an wollten wir Rock, Jazz und Klassik miteinander verbinden. Wir haben überlegt, uns 'Blue Planet' zu nennen, aber so eine Gruppe gibt es schon in England. Dann haben wir uns gedacht, für die nächste Scheibe eine 'Winter-Ouvertüre' zu schreiben. Und so kam es dann zu 'Ice Blue'.

Gerade heute ist übrigens unsere zweite CD erschienen: 'Between Destinations'. Da spielen wir zur Eröffnung eine Sommer-Ouvertüre und am Ende die 'Autumn Ouverture', also Herbst-Ouvertüre. Und auf unserer ersten Scheibe 'Awake' gibt es eine 'Spring Ouverture'.

Gastspiel: Das 'Ice Blue Orchestra' tritt am Freitag, 13. Januar, um 20 Uhr in der Kultur-Werkstatt Sonthofen auf. Karten gibt es unter Telefon 08321/2492 oder an der Abendkasse.

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