Telemark
Starker Auftritt am Oberjoch

Fritz Trojer, Trainer des deutschen Telemark-Teams, rennt auf Benedikt Holzmann vom SC Oberstdorf zu und fällt seinem besten Pferd im Stall um den Hals. «Eure Zeiten stimmen. Jetzt müssen wir nur noch die Strafpunkte ausmerzen», ruft Trojer. Er gratuliert dem 19-jährigen Benedikt zum neunten Platz beim Riesenslalom-Weltcup in Oberjoch. Noch besser läuft es für Susann Schubert (27) aus Sachsen. Sie belegt Rang zwei hinter der haushohen Favoritin Amelie Reymond (23) aus der Schweiz. Bei den Männern siegt Erik Rykhus (29) aus Norwegen.

Fritz Trojer freut sich besonders über das Abschneiden der jungen Debütanten im deutschen Team, die er für das WM-Jahr fit machen will. Johanna Holzmann (15, Oberstdorf), Tobias Müller (18, Fischen) und Jonas Schmid (18, Bad Hindelang) schaffen es auf die Plätze zwölf, 17 und 19. Selbst die erfahrene Monika Rieder (34, Rosenheim, Platz 13), die mit der schlechten Sicht und dem schweren Schnee nicht so gut zurechtkommt, nennt ihre neuen Allgäuer Teamkollegen << heiße Eisen im Feuer >>.

Doch es wäre für die Starter aus der Region noch mehr möglich gewesen. << Wenn wir nur die Zeiten des zweiten Laufs nehmen, wären die Jungs unter den Top sechs >>, sagt Trainer Trojer. Tobi Müller schüttelt den Kopf.

Er kann sich nicht erklären, warum er sich im ersten Lauf von einem Ausrutscher so beeindrucken ließ, dass er die letzten Tore nicht mehr in der Telemark-technik fuhr. Dem Küken Johanna Holzmann erging es genauso: Gute Laufzeit, Schlamperei bei der Technik. Es hagelte Strafsekunden. War es vielleicht die Anspannung? Johanna wirkt eher entspannt, fast ein bisschen aufgekratzt. Viel Lob für ihre Weltcup-Premiere erntet Johanna von ihrem Bruder Benedikt: << Meine Schwester nimmt das leicht, das ist super. Sie hat es auch geschafft, mit wenig Druck locker an den Start zu gehen. >>

Für Fritz Trojer, der wegen einer Verletzung nicht beim Weltcup starten konnte, ist Benedikt Holzmann derzeit bester deutscher Telemarker. Benedikt selbst will heute im Sprint Classic (siehe Grafik links) weiter nach vorne fahren. In der vielseitigeren, kürzeren und damit knackigeren Disziplin könne man die Tore druckvoller anfahren. << Wenn ich meine Fehler abstelle, geht was. >> Auch die Riesenslalom-Zweite von Oberjoch, Susann Schubert, ist heiß auf den heutigen Sprint. << Ich hab viel Skating trainiert. >> Sie will heuer im Weltcup-Gesamtklassement angreifen und aufs Treppchen. 2010 fehlte ihr nur ein Punkt für Platz drei.

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