Radrennen
Mit Allgäuer Unterstützung zu Olympia 2012

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Vom 27. Juli bis 12. August 2012 finden in London die Olympischen Sommerspiele statt. In 302 Wettbewerben und 26 Sportarten kämpfen Spitzensportler aus aller Welt um die begehrten Medaillen. Erfolge feiern möchten in London auch die beiden Schweizer Radrennfahrer Andrea Wolfer (23) und Tristan Marguet (23). Gemeinsam mit dem Burgberger Sportphysiotherapeuten und ehemaligen Straßenradrennfahrer Markus Attig befinden sie sich bereits jetzt, gut anderthalb Jahre vor Beginn der Spiele, in der intensiven Vorbereitung auf die olympischen Wettbewerbe im Bahnradsport.

Sowohl Andrea Wolfer als mehrfache Schweizer Meisterin und Junioren-Weltmeisterin 2005 als auch Tristan Marguet, Schweizer Meister 2007, zählen zu den großen Bahnradsport-Talenten der Schweiz. Auf einem Sechstagerennen wurde Attig erstmals auf Tristan Marguet aufmerksam. Attig, der als Teammanager bei den Wettbewerben dabei war, übernahm seitdem beratende Tätigkeiten für das Schweizer Talent. Im Hinblick auf das trainingsintensive Olympia-Vorjahr entwickelte sich diese Beraterfunktion zu einer festen Zusammenarbeit, der sich auch Marguets Freundin und Olympia-Hoffnung Wolfer anschloss.

Für die optimale Vorbereitung auf Olympia 2012 hat Markus Attig ein eigenes Leistungszentrum aufgebaut. «Mir war es von Beginn an wichtig, auf eigenen finanziellen Beinen zu stehen, unabhängig von den einzelnen Verbänden», erläutert der Burgberger die Prinzipien der Trainingsgruppe. Mithilfe einiger Sponsoren konnte ein mobiles Trainingszentrum ermöglicht werden. «Die Unterstützung des Schweizer Radverbandes ist dennoch groß, beispielsweise können wir die Trainingsstätten nutzen», betont Attig. Die wichtigsten Trainingsorte der Athleten liegen beim Trainingszentrum des UCI (Internationaler Radsport-Verband) im Schweizer Aigle, sowie in Lausanne und in Genf. Aber auch das Straßentraining sei essenziell. Beim sogenannten Motortraining feilt Attig mit seinen Athleten an der optimalen Fahrtechnik bei hohem Tempo. Auch im Allgäu finden Einheiten statt.

Gerade beim Bahnradsport ist die richtige Fahrtechnik entscheidend. Die Geschwindigkeiten sind sehr hoch und der Druck, der im Kurvenausgang auf den Fahrern lastet, erfordert eine volle Konzentration. Kleine Steuerfehler können dabei schwerwiegende Folgen haben, wie ein Fahrfehler von Wolfer im vergangenen Sommer, der sie ein gebrochenes Schulterblatt kostete.

Der Schwerpunkt Attigs Arbeit liegt auf der Leistungsdiagnostik. In geregelten Zyklen wird die Leistungsentfaltung der Athleten überwacht. «Nach drei Wochen des Trainingsaufbaus folgt eine Ruhephase der aktiven Regeneration, in der die Athleten zwar aufs Rad steigen, eine Leistungssteigerung aber ausgelassen wird», erklärt der Physiotherapeut. «Am Ende jedes Zyklus führen wir schließlich eine Laktat-Leistungsdiagnostik durch».

Dabei gilt es die Konzentration der Milchsäure (Laktat) für unterschiedliche Belastungsstufen auf einem Ergometer zu kontrollieren. Je nach Laktat-Wert kann die Trainingsintensität im folgenden Zyklus angeglichen werden.

In der Vorbereitung entscheidend sind für den Sportphysiotherapeuten auch das Mentalcoaching und die optimale Ernährungszusammenstellung. «Das Arbeiten mit der mentalen Verfassung der Athleten hat sehr an Bedeutung zugenommen. Es ist ein enorm wichtiger Aspekt im Spitzensport», betont Attig. In Gesprächen möchte er auch auf psychische Aspekte des Leistungssports eingehen.

«Die Athleten lernen dabei, wie mit Druck umgegangen wird, aber auch, wie sie sich im Training und bei Wettkämpfen motivieren und pushen können», erläutert der Burgberger.

Die konkrete Olympia-Vorbereitung soll im Sommer weiter ausgebaut werden. Attig: «Im Frühling stehen zwar noch einige Weltcup-Rennen auf dem Programm, aber der Fokus liegt eindeutig auf Olympia». Für die Wettkämpfe im Hochsommer 2012 haben sich die Schweizer Hoffnungsträger schließlich einiges vorgenommen. «Andreas Ziel ist Edelmetall, bei ihr hoffen wir auf eine Olympia-Medaille.» Für Tristan gehe es noch um die Qualifikation zu den wichtigsten Wettbewerben im Spitzensport.

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