Telemarken
Lokalmatador Jonas Schmid auf Rang sechs

Vor einem Jahr hat sich der Bad Oberdorfer Jonas Schmid noch geziert. Es brauchte die Überredungskünste seines Freundes Benedikt Holzmann (19, Oberstdorf), um von Ski Alpin auf Telemark umzusteigen. Bei seinem ersten Start im Weltcup im Classic Sprint auf der Heimstrecke am Oberjoch holte sich Schmid gestern Rang sechs. Den Tagessieg sicherte der Franzose Philippe vor den Norwegern Thomas Sand Nordberg und Harald Kvaerner.

Bei den Frauen besetzten die Siegerinnen des Riesenslaloms vom Vortag, Amelie Reymond (Frankreich), Susann Schubert (Sachsen) und Katinka Knudsen (Norwegen), abermals die Plätze eins bis drei im Classic Sprint. Johanna Holzmann aus Oberstdorf, mit 15 Jahren die jüngste Teilnehmerin, freute sich über Rang zwölf, den sie auch schon am Tag zuvor erreicht hatte. «Bis zum Sprung bin ich gut durchgekommen. Danach habe ich ein paar Strafsekunden gesammelt.»

Die Schwester von Benedikt Holzmann, der im Sprint Zehnter wurde, steht erst seit vergangenem Herbst auf Telemark-Skiern. Bis zur Junioren-WM von 11. bis 13. März in Norwegen will die Gymnasiastin weiter an der Technik feilen.

«Auf jeden Fall eine Medaille holen» will Schmid bei der Junioren-WM. Bei den Männern kann der Bad Oberdorfer ebenso wie Holzmann heuer nicht starten. Beide schreiben zu dieser Zeit Abitur. «Das ist momentan mein erstes Ziel», sagt Schmid und lacht. Der Trainer der Deutschen, Fritz Trojer (27, München), träumt mit seinem Team von künftigen Podiumsplätzen. «Ich will unter die weltbesten Nationen.» Aber für diese Saison stehe Erfahrungen sammeln und Verletzungen vermeiden oben auf der Liste.

Bei Dauerregen stürzten einige Fahrer auf der anspruchsvollen, aber von vielen Helfern gut präparierten Strecke am Oberjoch. Aus dem deutschen Team zogen sich Toni Trojer (26, München) schon beim Training und Janina Kuhnle (17, Stuttgart) beim Riesenslalom Verletzungen zu. Tobias Müller (18, Fischen) schied im ersten Sprintlauf nach einem Sturz aus.

Für die Veranstaltung solcher Wettbewerbe scheint sich das Alpine Trainingszentrum Allgäu empfohlen zu haben. Andrea Jovan von der FIS: «Wenn die Deutschen hier eine WM wollen, müssen sie sich nur bewerben.» Dazu müsste aber laut Fritz Trojer die Organisation dieser Disziplin beim Deutschen Skiverband erst noch wachsen.

 

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