Tennis
Konzentrations- und Koordinations-Übungen gehören zum Grundlagentraining beim TSV Blaichach - Von Januar bis Mitte Mai wird in der Halle geübt

So lange es die Witterungsbedingungen ermöglichen, sind die Nachwuchs-Tennisspieler des TSV Blaichach draußen auf dem Platz. Nach einer zwei bis zweieinhalb monatigen Pause geht es aber von Mitte Januar bis Mai mit den Übungseinheiten in der Halle weiter. «Ein halbes Jahr lang nichts zu machen, wäre zu lange», erklärt Trainerin Christiane Rapp-Sonnenmoser und sagt, dass es zudem wichtig sei, das Gruppengefühl auch im Winter aufrecht zu erhalten. Da ihre Schützlinge auch in anderen Sportarten sehr aktiv sind, braucht sich die 48-Jährige keine Sorgen über die mangelnde Fitness ihrer Schützlinge zu machen. Trainingspläne für die Pausen gibt es daher nicht.

Aufwärmen ist auch im Hallentraining das A und O. Da der Spaß am Sport in der Tennisabteilung des TSV Blaichach oberste Priorität hat, läuft auch das spielerisch ab. Meist wärmt sich der Nachwuchs mit anderen Ballsportarten wie Fußball oder Basketball auf.

Den Ball in anderen Sportarten zu beobachten, ist auch fürs Tennis wichtig, erklärt Christiane Rapp-Sonnenmoser. Ebenso entscheidend wie das richtige Ballgefühl ist das Gleichgewicht. Bevor die Mädchen und Buben zum Schläger greifen, stehen Übungen am Trampolin, mit Gymnastik-Bällen oder auf dem Pedalo an. Richtig groß wird dann allerdings die Begeisterung, wenn die Trainerin ihre Schützlinge dazu auffordert, sich jeweils einen Schläger zu schnappen. Um Verletzungen zu vermeiden, greift der Tennis-Nachwuchs in der Halle auf Methodik-Bälle zurück, die um einiges weicher sind als gängige Tennisbälle.

«Der normale Tennisball ist auch schneller», erklärt Christiane Rapp-Sonnenmoser. Danach lässt sie ihre Gruppe einen Kreis bilden, in dessen Mitte ein Jugendlicher steht. Während jedes Kind einen Schläger hat und sich die Gruppe langsam im Uhrzeigersinn bewegt, ist aber nur ein Ball im Spiel. Dieser wird vom in der Mitte stehenden Jungen zu einem Teamkameraden nach dem anderen gerollt. Die Schläger werden dabei nur am Boden entlang geführt.

Die Technik verinnerlichen

Diese langsame Bewegung am Boden dient dazu, die richtige Technik besser zu verinnerlichen, erklärt die Trainerin. Abwechselnd wird in der restlichen Zeit mal der richtige Aufschlag trainiert und mal stehen gezielte Übungen zum Vor- oder Rückhand-Spiel auf dem Programm. Auch Rundläufe, die eher im Tischtennis praktiziert werden oder Doppel gehören im Hallentraining dazu.

Gerade ein Doppel, verrät Christiane Rapp-Sonnenmoser, kommt bei ihren Schützlingen immer gut an. Im Großen und Ganzen entspricht der Ablauf des Trainings - abgesehen von den koordinativen und den Gleichgewichtsübungen - dem Sommer-Training auf dem Platz. Die 16-köpfige Gruppe ist zwischen 9 und 14 Jahre alt. Da auch einige Anfänger dabei sind, steht neben dem Verfeinern der Technik auch teilweise noch das Erlernen des Grundhandwerkszeugs an. Dabei unterstützen sich die Nachwuchs-Tennisspieler aber auch gegenseitig. Um ihren Schützlingen beizubringen, möglichst präzise zu spielen, arbeitet Christiane Rapp-Sonnenmoser mit Hilfe von Kästen.

Während sich der eine Teil der Gruppe auf die Kästen setzt mit der Vorgabe, nicht aufzustehen, um einen Ball zu erwischen, müssen sich die anderen auf ihr Zuspiel konzentrieren, damit ihre Teamkollegen die Bälle auch wieder zurückspielen können. Um die Konzentration auf den Ball zu schulen und ein besseres Gefühl für seine Flugbahn zu bekommen, spielen die Mädchen und Buben blind. Sie spielen den Ball mit geschlossenen Augen auf eine Wand zu und sind aufgefordert, nur nach Gefühl den zurückkommenden Ball zu schlagen.

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