Volleyball
Heiß auf die Liga

Er ist eher aus der Not geboren, der Ligapokal im Volleyball. Weil derzeit Frauen-Weltmeisterschaft und somit Bundesliga-Start erst in zwei Wochen ist, soll er die Wartezeit bis dahin verkürzen. Andreas Wilhelm, Trainer des Erstligisten Allgäu-Team Sonthofen, hat nie verhehlt, dass er den sportlichen Wert dieses Wettbewerbs nicht sonderlich hoch ansiedelt. Mittlerweile, nachdem sich sein Team am vergangenen Wochenende bei der Zwischenrunde in Sinsheim mit Niederlagen gegen den Gastgeber (1:3), Wiesbaden (0:3) und Allianz Volley Stuttgart (1:3) aus dem Pokal verabschiedet hat, sagt Wilhelm immerhin: «Der Trainingseffekt ist gut.» Will heißen: Besser als beispielsweise Testspiele gegen Zweitligisten.

Erkenntnisse hat der Coach gut zwei Wochen vor dem Bundesligastart durchaus gewonnen. Etwa, dass Licht und Schatten wechselten beim Auftritt in Sinsheim. Und das nicht nur wegen der schlechten Lichtverhältnisse in der Messehalle. Gegen den letztjährigen Vizemeister Wiesbaden und Stuttgart (Platz 5) war nicht viel drin. Das wusste Wilhelm bereits vorher. Sinsheim dagegen, schon in der vergangenen Saison nur wenig besser als Sonthofen, sieht der Coach auf Augenhöhe. Wilhelm: «Da trafen zwei ziemlich gleichwertige Teams aufeinander. Es war lange offen, wer gewinnt.»

Ähnliche Verhältnisse prognostiziert Wilhelm (41) auch für die Liga: «Fünf, sechs Teams werden sich in der unteren Hälfte um die Plätze balgen.» Insofern war er mit dem letzten große Test vor dem Saisonstart nicht unzufrieden. Auch wenn er gerade in Sachen Abstimmung innerhalb der Mannschaftsteile noch einige Arbeit auf ihn und seinen «Co» Andreas Schwarz (38) zukommen sieht. So zeigte sich im Spiel gegen Sinsheim, dass es bereits sehr gute Phasen, aber auch noch Lücken im Zusammenspiel gibt. Mit 1:3 (22:25/20:25/15:25/27:29) mussten sich die Oberallgäuerinnen knapp geschlagen geben. Gegen Wiesbaden konnten sie dagegen nur im ersten Satz mithalten (22:25), ehe ihnen der Vizemeister klar die Grenzen aufzeigte (15:25/17:25).

Abwechslungsreich verlief die Partie gegen Stuttgart, in der sich zeigte, dass es in Block und Angriff schon recht gut läuft, während in der «Defensive noch Arbeit wartet» (Wilhelm).

«Nicht absteigen»

Er und sein Team sind jetzt jedenfalls heiß auf die Liga, in der am 8. Mai das letzte Spiel stattfand. Wilhelm sieht das Positive der langen Pause: «Wir hatten viel Zeit für Fitnesstraining und die Integration der Neuzugänge.» Auch Kapitän Lina Meyer (26) gibt sich zuversichtlich: «Gerade gegen Stuttgart haben wir gezeigt, was in uns steckt.» So erscheint der Wunsch des Trainers, befragt nach dem Saisonziel, nicht unrealistisch. Wilhelm: «Wir wollen nicht absteigen.» (khw, cf)

Bundesliga-Auftakt ist am Mittwoch, 24. November in Erfurt. Weitere Infos unter: www.sonthofen-volleyball.de

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