Sichtungstag
Großes Interesse an Sichtungstag des 1. FC Sonthofen und des FC Augsburg

Die Atmosphäre, die am vergangenen Sonntag um kurz nach 11 Uhr in der Sonthofer Allgäu-Sporthalle herrschte, war vergleichbar mit den letzten Minuten vor dem Anpfiff eines großen Sportereignisses: 63 Nachwuchskicker, von denen über die Hälfte aus dem Allgäu stammten, warteten ungeduldig auf ihren heiß ersehnten Auftritt beim gemeinsamen Talentsichtungstag des 1. FC Sonthofen und des FC Augsburg. Schließlich waren sie nach Sonthofen gekommen, um ihrem großen Traum von einer Profikarriere einen Schritt näher zu kommen. Bis dorthin ist es 'ein langer, steiniger Weg', wie Dr. Martin Schulz, der verantwortliche Betreuer der Partnervereine des FC Augsburg, bemerkte.

Obwohl talentierte Kicker 'auf hohem Niveau' spielen sollten, sträubt sich der FC Augsburg gegen den Trend, Kinder schon in jungen Jahren aus ihrem gewohnten Umfeld zu reißen. Die Philosophie in der Nachwuchsarbeit des Bundesligisten geht vielmehr zur wohnortnahen Ausbildung von Talenten.

Jeder Partnerverein bildet daher einen Stützpunkt des FC Augsburg in der Region, der im Sinne des Bundesligisten eine optimale Förderung der Kicker garantieren soll. Die größten Talente der Partnervereine haben zudem die Chance auf den Sprung ins Perspektiv-Team des FC Augsburg, dessen Spieler nicht nur unter besonderer Beobachtung stehen, sondern sich rund alle drei Wochen zu einem Aktionstag in der Schwabenmetropole treffen.

Am Talentsichtungstag stand zwar die Balltechnik im Vordergrund, die Nachwuchskicker mussten sich aber auch in punkto Schnelligkeit sowie im koordinativen Bereich beweisen. So tippelten einige im vorgegebenen Rhythmus durch eine Koordinationsleiter, während andere sich der Passtechnik widmeten oder am Kegel fintierten. Die Keeper nahm Sonthofens Jugendtorwarttrainer Peter Thierfelder unter seine Fittiche und stellte ihre fangtechnischen Fertigkeiten auf die Probe.

Für alle Kicker stand im zweiten Teil ein Fußballspiel auf dem Programm. So war Fabian Geissler am Ende nicht der einzige, der mit einem zufriedenen Lächeln zu seinem Vater auf die Tribüne kam und feststellte: 'Es hat Spaß gemacht'. Der 14-jährige Österreicher vom Club 83 Wiener Neustadt erfuhr im Internet vom Sichtungstag und wollte sich unbedingt hier beweisen, da er den deutschen Fußball sehr schätzt.

Obwohl er sich nicht unter Erfolgsdruck setzt, hat auch er den Traum Profifußballer zu werden. Um seinen Sohn zu unterstützen, legte Vater Josef an dem Wochenende 1400 Kilometer zurück.

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