Interview
«Einzigartige Erlebnisse»

Wo laufen sie denn hin, mein Gott, wo laufen sie denn? Manch einer fühlt sich wie in Loriots Sketch «Auf der Rennbahn», wenn die internationale Läufergemeinde wie eine wilde Herde durchs Oberallgäu rennt. Am Sonntag ertönt für 900 Athleten wieder der Startschuss beim Allgäu-Panorama-Marathon in Sonthofen. Für die Läufer gibt es drei Möglichkeiten sich zu messen: beim Halbmarathon, Marathon oder Ultra-Trail (siehe Grafik). Wir sprachen mit Veranstalter Axel Reusch (43).

Herr Reusch, im fünften Jahr können Sie einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen. Woran liegts?

Axel Reusch: Wir bieten besonders reizvolle Strecken an, das spricht sich immer weiter herum. 80 Prozent der Teilnehmer stammen nicht aus dem Allgäu. Natürlich sehen wir den Zuspruch auch als Kompliment an unsere Helfer und die Organisation.

Haben sich Vorjahressieger wieder gemeldet, um ihren Titel zu verteidigen?

Reusch: Lokalmatador Peter Pulver wird seinen Titel auf der Marathon-Strecke verteidigen. Eva Übelhör wird vermutlich wieder am Start sein, entweder auf der Ultra-Trail Strecke, oder dem Marathon.

Haben Sie persönliche Favoriten?

Reusch: Es haben schon einige gute Läufer aus der Region gemeldet, die Favoriten melden aber häufig sehr spät, sodass wir da noch keinen genauen Überblick haben.

Der Ultra-Trail ist heuer die offizielle deutsche Meisterschaft der Deutschen Ultramarathon Vereinigung. Wie kommen Sie zu der Ehre?

Reusch: Uns wurden diese Titelkämpfe von der DUV angetragen. Darüber waren wir sehr überrascht. Natürlich ist das eine Anerkennung der Strecke und der Organisation.

Triathlon-WM 2010 in Immenstadt, deutsche Berglauf-Meisterschaft am Nebelhorn und jetzt die << Deutsche >> im Ultra-Trail. Warum bekommt das Allgäu im Ausdauersport so viel Zuspuch?

Reusch: Weil das Allgäu den Läufern Erlebnisse bieten kann, die sie in der Form zu Hause nicht finden können. Dabei ist die Atmosphäre bei uns noch familiär im Unterschied zu den großen Stadtmarathons.

Ihr Tipp zum Durchhalten am Berg?

Reusch: Wichtig ist, dass sich der Athlet seines Leistungsvermögens bewusst ist und sich seine Kräfte dementsprechend einteilt. Auch ein gut Trainierter kann sich ein unerfreuliches Erlebnis bescheren, wenn er zu schnell angeht.

Werden Sie selbst mitlaufen?

Reusch: (lacht) Auf keinen Fall. Die Organisation eines solchen Events ist sehr umfangreich. Christian Feger und ich haben in den Wochen davor zu viel zu tun, um dann auch noch selbst aktiv zu werden.

Welcher ist der anspruchsvollste Teil der Strecke?

Reusch: Beim Marathon sicherlich der Anstieg zum Weiherkopf. Beim Ultra-Trail sind es die Anstiege Weiherkopf, zum Söllereck und der steilste Anstieg am Ende zum Sonnenkopf.

Wo an der Strecke kann man die Läufer am besten anfeuern?

Reusch: Es gibt viele << neuralgische >> Punkte, wo man sehr gut anfeuern kann. Natürlich an den Anstiegen. Aber wir kommen an dutzenden Hütten und Alpen vorbei, wo man sich verpflegen und den Läufern Zuspruch spenden kann.

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