Boxen Box-Ring-Allgäu
Die Verantwortlichen des Box-Rings-Allgäu Immenstadt bereiten den Nachwuchs auf die ersten Kämpfe vor

Bevor es für den Nachwuchs des Box-Rings-Allgäu ans Eingemachte geht, stehen für die Kinder und Jugendlichen erst einmal eine Viertelstunde Hockey, Basketball oder Fußball auf dem Programm. «Gerade bei den Kleinen steigert das die Motivation», verrät Coach Dieter Thinschmidt.

Auch danach geht es keineswegs gleich an den Sandsack. Zunächst beginnt die Gruppe mit einer Einheit Seilspringen. Zum einen wird am Seil die Ausdauer trainiert, zum anderen dient das Einhalten eines bestimmten, vorgegebenen Rhythmus auch der Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten. «Gerade Koordination ist für einen Boxer das A und O», betont der Trainer. Nach dem Seilspringen folgen Gymnastikübungen wie Liegestützen und Situps, die hauptsächlich der Kräftigung der Bauch- und Rückenmuskulatur dienen, sowie Dehnungsübungen für die Beweglichkeit.

Erst danach beginnt die boxspezifische Grundschule. Dafür stellt Dieter Thinschmidt seine Schützlinge einander mit großem Abstand in zwei Reihen gegenüber und lässt sie abwechselnd verschiedene Techniken ohne direkten Gegner ausführen. Aus der Grundstellung heraus, in der beim Linksausleger (Rechtshänder) das linke Bein und der linke Arm vorne sind, demonstriert Thinschmidt dem Nachwuchs zuerst das diagonale Schlagen. Dabei schnellen immer das linke Bein und die rechte Faust beziehungsweise das rechte Bein und die linke Faust nach vorne. Geduldig, damit auch die Anfänger die Aufgabe nachvollziehen können, führt der 54-Jährige die Bewegungen fast in Zeitlupe vor.

Bevor die Kinder und Jugendlichen selbst an der Reihe sind, lässt es sich der Coach nicht nehmen, die geforderte Technik einige Male schnell und fließend auszuführen.

Der sogenannte Passgang ist genau das Gegenteil des diagonalen Schlagens. Hier geht die Aktion immer von Faust und Arm der gleichen Körperseite aus.

Alle Varianten beherrschen

«Die Arme werden sauber ausgestreckt», lautet Thinschmidts Forderung an die Gruppe. Nach einem Lauf mit Armkreisen muss der Nachwuchs die vorher im Vorwärtsgang praktizierten Techniken in der Rückwärtsbewegung ausführen. «Ein Boxer muss alle Varianten schlagen können Wenn der Gegner angreift, muss man sich auch zu verteidigen wissen», erklärt der Coach. Erst als die geforderten Übungen sitzen, geht es ans Sparring. Voller Stolz ziehen sich die kleinen Faustkämpfer wie ihre großen Vorbilder den Mundschutz an.

Der Trainingsgruppe von Dieter Thinschmidt gehören knapp 20 Boxer im Alter zwischen 8 bis 25 Jahren an. Je nach Körpergröße können Kinder schon mit acht Jahren die Fäuste schwingen, versichert der 54-Jährige. Ein gutes Auge sowie ein besonderes Reaktionsvermögen sind dafür zwar von Vorteil, aber nicht unbedingt notwendig. Bevor ein Nachwuchsboxer das erste Mal in den Ring darf, muss er mindestens ein halbes Jahr trainiert und ein Mindestalter von zehn Jahren erreicht haben. Zudem entscheidet der Coach, wer in seinen Augen fit für einen Kampf ist. Für Anfänger, zu denen jeder bis zu seinem siebten gewonnenen Kampf zählt, gibt es spezielle Nachwuchsturniere, in denen die Buben gegeneinander Erfahrungen im Ring sammeln können. Um bei der ersten Meisterschaft antreten zu können, müssen die Kinder eine Qualifikation absolvieren.

Außer in den Sommerferien findet beim BRA ein ganzjähriges Hallentraining statt.

An der nötigen Fitness arbeiten

«Wer aktiv in den Ring will, der muss was tun», sagt BRA-Vorsitzener Thinschmidt. Einige seiner Boxer nutzen neben den zwei wöchentlichen Trainingseinheiten zu jeweils zwei Stunden auch die Möglichkeit, donnerstags im Konditionsraum in der Auwaldsporthalle in Immenstadt an ihrer Fitness zu arbeiten.

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