Langlauf
Beim SV Hindelang geht es für den Langlauf-Nachwuchs im Sport rein um den Spaß

Leistungsdruck gibt es bei den Langläufern des SV Hindelang nicht. Im Training zählt rein der Spaßfaktor, da die Gruppe von Marcus Besler und Christopher Novak an keinen Wettkämpfen teilnimmt. Aber auch ohne Zwang und Anwesenheitslisten zählt die Gruppe regelmäßig etwa 20 Kinder.

Früher gab es im Club auch ein spezielles Renntraining, wegen des großen zeitlichen Aufwands für die Trainer und Betreuer konnte dieses jedoch nicht weiter aufrecht gehalten werden. Dennoch ist es dem Verein wichtig, den jungen Mitgliedern zu ermöglichen, sich unter professioneller Anleitung auf Langlauf-Skiern zu versuchen.

Da die meisten Mädchen und Buben im Sommer in anderen Abteilungen sportlich aktiv sind, trainieren die Langläufer je nach Schneelage nur an der Nachtloipe am Fuße der Hornbahn. Bei unangenehmem Wetter in die Halle zu wechseln ist ebenfalls kein Thema. «Die Kinder kommen auch beim schlechtesten Wetter», erzählt Marcus Besler stolz. Kalt wird es den Schützlingen des 38-Jährigen selbst bei tiefsten Temperaturen nicht, da sie immer in Bewegung sind.

Wer schon ein wenig zu früh da ist, brettelt auch ohne Anweisung des Trainers auf die kleine Schanze und genießt die Abfahrt auf Langlauf-Skiern. Um den perfekten Stand besser zu verinnerlichen, das Gleichgewicht zu verbessern und vor allem das Gleiten richtig zu lernen, sind die Kinder gefordert, einen kleinen Hügel abwechselnd nur auf einem Ski hinunterzufahren. Was sich für manchen Erwachsenen als schier unzumutbare Aufgabe darstellt, bewältigen die Kleinen recht gut und haben auch sichtlich Freude daran. Begeistert sausen die jungen Sportler den Hügel hinunter und lachen unten angekommen erfreut.

«Langlaufen ist Gefühlssache»

Im Schlittschuh-Schritt ohne Stöcke und mit verschiedenen Stock-Techniken wird die Ausbildung verfeinert. «Langlaufen ist Gefühlssache», erklärt Besler und fügt hinzu, dass es besser ist, je früher die Kinder lernen auf den «Latten» zu stehen. Ins Vereinstraining können sie bereits ab einem Alter von sechs Jahren einsteigen, versichert Christopher Novak. Spezielle Vorkenntnisse benötigen Anfänger dafür keine, so der 20-Jährige. Beim Training tun selbst die schlechten Lichtverhältnisse auf der Nachtloipe der Stimmung keinen Abbruch. Ihren Höhepunkt erreicht diese allerdings bei der Aussicht auf einen internen Staffel-Wettbewerb. «Oh, Staffel, super», schreien die Kinder einhellig und folgen ihrem Trainer, der auf den hinteren Teil der Runde zusteuert. «So lernen sie spielerisch mit Geschwindigkeit klarzukommen», erklärt Marcus Besler den Hintergrund für den kleinen Wettbewerb.

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