Play-offs
4:5 in der Verlängerung - ERC Sonthofen verliert dramatisch

18Bilder

Die Bulls müssen noch einmal ran. Der ERC Sonthofen unterlag im vierten Spiel des Play-off-Viertelfinals den Ice Fighters Leipzig am Freitagabend mit 4:5 nach Verlängerung. Damit glichen die Sachsen in der „Best-of-Five“-Serie zum 2:2 aus – Sonntagabend steigt das entscheidende fünfte Spiel der Serie in Leipzig. "Wir waren einfach zu dumm, ordentlich zu spielen", polterte ERC-Coach Heiko Vogler: "Von A bis Z waren alle komplett neben fer Spur. Ich habe überhaupt keine Erklärung."

Erneut durften die Bulls vor der beeindruckenden Kulisse von 1500 Zuschauern auf heimischem Eis vorspielen. Schon zum zweiten Spiel der Serie waren fast 1400 Eishockey-Fans in die Eissporthalle geströmt.

Doch der Großteil der Anhänger wurde vom frühen Tor der aggressiv zu Werke gehenden Leipziger kalt erwischt – wie auch die Bulls. Schon nach 128 Sekunden überrumpelte Dominik Patocka die gesamte Bulls-Abwehr und schob aus zwei Metern an Patrick Glatzel vorbei zum 1:0 ein. Sonthofen erhöhte zwar nach und nach den Druck – bis auf eine Chance durch Max Hadraschek nach schönem Solo (9.) blieb der ERC aber wenig durchschlagkräftig und damit erfolglos. Im Gegenteil: die cleveren Leipziger konterten die immer mehr aufrückenden Bulls aus und nach fast zehn Minuten traf Schneider zum 0:2 aus ERC-Sicht.

Sonthofen reagierte wütend und bewies einmal mehr Comebacker-Qualitäten – nur 13 Sekunden danach setzten Hadraschek und Rinke den aufgerückten Daniel Rau in Szene, der auf 1:2 verkürzte – somit ging es auch in die erste Pause.

Wacher als noch zu Beginn startete der ERC in den Mittelabschnitt und ließ sich vor allem im Umschaltspiel nicht mehr so sehr von den Sachsen überrumpeln. Bezeichnenderweise war es auch kein rechter Patzer, aber zumindest eine Nachlässigkeit von ERC-Goalie Patrick Glatzel, die das Leipziger 3:1 ermöglichte. Beim Distanzschuss von Leipzigs Patrick Fischer in der 25. Minute ließ der Schlussmann die „Torhüter-Ecke“ zu offen.

Mit der beruhigenden Zwei-Tore-Führung im Rücken wurde Leipzig merklich souveräner, ließ den Puck – weniger spektakulär als noch im ersten Drittel – aber dafür sehr kontrolliert und passsicher in den eigenen Reihen zirkulieren. Dass die Bulls mit zwei Treffern von Hadraschek nach 28 Minuten und Martin Guth (31.) zwischenzeitlich sogar zum 3:3 ausglichen, unterbrach die spielerische Dominanz der Gäste allerdings nur kurzzeitig. Denn nur 11 Sekunden später stellten die Gäste die Führung zum 4:3 wieder her – in Leipziger Unterzahl wohlgemerkt.

Noch nicht mit gänzlich offenem Visier starteten die Bulls ins letzte Drittel – aber der ERC erhöhte langsam die Schlagzahl. Auch zum Auftakt in die Schlussviertelstunde, als sich die Strafzeiten bei beiden Teams häuften, gelang es den Gastgebern nicht, den Leipziger Verbund zu knacken. Bis zur hitzigen Schlussphase, die Derek Roehl mit dem Ausgleich zum 4:4 eröffnete. Der 29-jährige Stürmer nutzte das Chaos in der Leipziger Abwehr aus und schob aus kurzer Distanz ein. Für den unrühmlichen Höhepunkt der regulären Spielzeit sorgten Sonthofens Ralf Rinke und Leipzigs Damian Schneider, die sich 70 Sekunden vor Spielende eine sekundenlange, wüste Keilerei leisteten und beide fortan zusehen mussten. In der Verlängerung schließlich brauchte der alles in allem verdiente Sieger nur 53 Sekunden, um durch Michal Velecky den Siegtreffer zu erzielen.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen