Podiumsdiskussion
Zwei neue Wasserkraftwerke im Oberallgäu geplant

Im Oberallgäu sind zwei neue Wasserkraftwerke geplant. Zum einen die Anlage Buchrain im Rappenalptal – 'die ist ökologisch relativ unkritisch'. Und zum anderen eine nahe der Alpe Oberau, die im Trettachtal kurz hinter Spielmannsau zwischen Traufberg und Wildgundköpfen liegt. Beide Kraftwerke sollen unterm Strich 'zehn Megawattstunden Strom liefern'.

Das sagte Landrat Anton Klotz bei der Podiumsdiskussion des Allgäuer Anzeigeblatts im Immenstädter Schloss. Nach seiner Wahl vor gut einem Jahr hatte Klotz das Ziel des Kreistags bekräftigt, 70 Prozent des im Oberallgäu erzeugten Stroms bis 2022 mit regenerativen Energien zu erzeugen.

Nachdem die CSU das neue Windkraft-Gesetz – Stichwort: 10-H-Regelung – im Landtag durchgeboxt hatte, ruderte der Landrat etwas zurück: 'Wenn wir uns anstrengen, können wir nun vielleicht noch eine 50-Prozent-Quote erreichen', sagte er daraufhin.

Klotz will bei der Energiewende nun vor allem auf den Ausbau der Wasserkraft setzen. Allerdings reichten Naturschutzverbände bereits Klage gegen das geplante Wasserkraftwerk Älpele im Hintersteiner Tal ein, das Klotz genehmigt hatte. 'Im Augenblick ist die Energiewende also eher eine Nullnummer', hakte Moderator Peter Januschke bei der Podiumsdiskussion nach. Klotz dazu: 'So ist es.'

Wie Klotz das Wasserkraftwerk Älpele verteidigt, lesen Sie im Allgäuer Anzeigeblatt vom 18.06.2015.

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