Übung
Zum Glück nur Probe für den Ernstfall von THW und Johannitern: Zugunglück bei Waltenhofen

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Freitagabend, 29.06.2013, gegen 00.30 Uhr, wurden die ehrenamtlichen Helfer vom Technischen Hilfswerk (THW) Sonthofen, Kempten und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) Kempten überrascht. Über ihre Funkmeldeempfänger wurden sie von der Integrierten Leitstelle Allgäu zu einer vorher nicht bekannten Übung alarmiert. Die Einsatzmeldung lautete 'Zugunglück im Bereich der B19 bei Waltenhofen mit mehreren Verletzten – Lage unklar'.

<%DIA id='28002' text='Übung: Zugunglück bei Waltenhofen'%>Im Normalfall würden nun zahlreiche Feuerwehren, Notärzte und Rettungswagen und entsprechende Führungsdienstgrade sich auf den Weg zur Einsatzstelle machen. Auf diesen Erstangriff hat man verzichtet. Man ist davon ausgegangen, dass bereits mehrere Schadensereignisse zeitgleich die regulären Kräfte gebunden haben und so Unterstützungskräfte den Einsatz alleine abarbeiten müssen.

Die Einheiten vom THW Kempten und Sonthofen trafen als erste an der Unglücksstelle ein. Um an die Regionalbahn zu gelangen, mussten die Kräfte eine Böschung und einen Graben überwinden. Hier stellte sich neben der Sichtung und Erstversorgung der Verletzten die erste Herausforderung für die THW-Helfer. Für den Erstangriff wurde kurzerhand ein Steg mit Leitern und Brettern über den Graben errichtet.

Danach wurde begonnen mit Gerüstbauteilen einen sicheren Übergang zur Einsatzstelle zu errichten. Auch am Zug selbst wurden zur Bergung und Rettung der Verletzten zwei Ausstiegsmöglichkeiten geschaffen. Auch das Thema "Ausleuchten der Einsatzstelle" stellte das THW vor keine große Herausforderung. Mit einer Lichtgiraffe und zahlreichen Power-Moons war die Unglücksstelle binnen weniger Minuten beleuchtet.

Die Einsatzleitung des Sanitätsdienstes übernahm die Koordination der Verletztenversorgung und -betreung und -transport. Aus dem Bereich der Schnelleinsatzgruppen standen innerhalb weniger Minuten zahlreiche Rettungsfahrzeuge zur Verfügung. Die Besatzungen kümmerten sich um die Sichtung (EMTS) der Verletzten, deren Versorgung und Verbringung zum Behandlungsplatz.

Hier kam zum ersten Mal der neune GW-San25 (Gerätewagen-Sanitätsdienst für 25 Verletzte) zum Einsatz. Das Fahrzeug erhielten die Johanniter vor einigen Wochen vom Bayerischen Innenministerium für den Katastrophenschutz. Die Einrichtung des Behandlungsplatzes erfolgte durch die Fahrzeugbesatzung des GW-San25 und Kräften des THW.

Die Verantwortlichen zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Aber wie bei jeder Übung hat man doch an einigen Punkten dazu gelernt, was auch Sinn einer solcher Übung ist.

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