Neujahrsempfang
Zukunftsfragen über Stadtgrenzen hinaus lösen

«Die frei werdenden Konversionsflächen in der Stadt sowie der Umbau der GOB-Kaserne haben Auswirkungen auf das gesamte südliche Oberallgäu.» Das unterstrich Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl am Sonntag beim traditionell gemeinsamen Neujahrsempfang der Kreisstadt und der Bundeswehr. Er sei davon überzeugt, dass wesentliche Zukunftsfragen nur gemeinsam über die Gemeinde- und Stadtgrenzen hinaus gelöst werden könnten, wünschte sich Buhl nicht nur enge Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden. Er lobte auch das gute «Miteinander» mit der Bürgerschaft und der Bundeswehr.

Das Aussetzen der Wehrpflicht ab Juli wird die Armee intern verändern. Inwieweit diese Reform auch den Standort Sonthofen betrifft, könne er noch nicht sagen, stellte Standortältester Oberst Wolfgang Klos bei dem Empfang im Casinosaal der Jägerkaserne fest. Die Auswirkungen könne er «weder konkret noch durch Lesen in einer Glaskugel zurzeit seriös benennen». Vor Jahresmitte werde es jedenfalls keine grundsätzlichen Standortentscheidungen geben.

Die endgültigen personellen Grenzen der künftigen Bundeswehr seien noch nicht von der Politik entschieden, so der Oberst.

Sicher sei, dass bei einer Reduzierung von Streitkräften alle Bereiche auf Rationalisierungsmöglichkeiten untersucht werden: «Dies trifft für Schulen und die ABC-Abwehrtruppe insgesamt zu.» Derzeit werden bestehende Strukturen analysiert und Aufgaben nach Effizienz und Effektivität abgeklopft. Das gelte auch für alle militärischen Dienststellen in Sonthofen.

Neben dem Umbau einer «Armee für den Einsatz» zu einer «Armee im Einsatz» seien im vergangenen Jahr die Auslandseinsätze mit Schwerpunkt in Afghanistan ein zweites großes Thema gewesen. Auch Soldaten von der Schule und aus der Truppe in der Grüntenkaserne seien an den Einsätzen beteiligt. Der Oberst betonte, dass sich die Soldaten in der Stadt und im Landkreis «nach wie vor gut aufgenommen und integriert» fühlen.

Der gute Wille zur Zusammenarbeit zeige sich auch in vielen gemeinsamen Veranstaltungen. Klos nannte unter anderem die Unterstützung von Sportveranstaltungen wie der «Craft Bike» oder die Kooperation bei Umweltschutzmaßnahmen.

Bürgermeister Buhl bezeichnete solche gemeinsamen Aktionen als ein Ausdruck dafür, «dass wir nicht nur ein gutes Miteinander pflegen, sondern auch in dem Bewusstsein leben, dass die Entwicklung unserer Stadt eng mit dem Bundeswehrstandort verbunden ist». Buhl dankte auch den Bürgern der Stadt, die sich rechtzeitig in politische Prozesse einbringen und eingebunden werden.

Diese Mitwirkung der Bürger ersetze nicht nur «aufgesetzte Schlichtungsgespräche oder Bürgerentscheide, sondern ermögliche auch eine breite fundierte sowie partizipative Entscheidungsfindung für den Stadtrat». Das treffe auch für das integrierte Stadtentwicklungskonzept zu, das eine «Weichenstellung» für die Stadt bedeute. Es gelte ein zukunftsfähiges Profil zu erarbeiten, das der Stadt und der Region den Wohlstand sichere.

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