Strahlung
Wohin mit dem Sendemast für den Digitalfunk?

In der Gemeinde Missen-Wilhams wird ein neuer Sendemast für den Digitalfunk der Behörden und Sicherheitsorganisationen aufgestellt. Das könne der Gemeinderat - sofern er es überhaupt wünsche - nicht verhindern, stellte Bürgermeister Hans-Ulrich von Laer am Mittwochabend in der Ratssitzung klar. Die Frage sei allerdings: Wo kommt der Masten hin?

Wie von Laer erläuterte, ist der Bereich in Wiederhofen im Gespräch, an dem bereits Mobilfunk-Sendeanlagen aufgestellt sind. Dort stehen zurzeit zwei Masten auf kommunalem und einer auf Privatgrund. Dieser Bereich würde sich laut Bürgermeister auch für den neuen 40 Meter hohen Masten eignen. Und falls er dort errichtet würde, bestünde auch die Möglichkeit, dort ähnlich wie in Weitnau über Richtfunk die DSL-Internetverbindung auszubauen.

Nicht gerade begeistert

Dass in der Gemeinde überhaupt ein Digitalfunk-Mast stehen soll, darüber waren Bürgermeister und mehrere Gemeinderatsmitglieder alles andere als begeistert: wegen der Optik und der Strahlung einer solchen Anlage. Wobei Dr. Maximilian Mayer gegen die Funkwellen keine Bedenken hat. «Es gibt bis jetzt keine überzeugende Untersuchung, die gesundheitliche Schäden nachweist», sagte Mayer.

Von Thorsten Popp (Rettungsassistent) und Feuerwehr-Kommandant Helmut Hold kam zudem deutliche Kritik an der Technik, die jetzt schon veraltet sei. Letztlich war der Tenor im Rat aber, dass man um den Mast nicht drum rum komme. «Natürlich kann man den Aufstand proben, aber das führt zu nichts», sagte von Laer. Einig war man sich auch: Wenn, dann solle der Mast möglichst auf kommunalem Grund stehen.

Mit dem ersten Vorschlag, ihn in Wiederhofen zu erreichten, wollte sich der Gemeinderat aber nicht zufriedengeben. Bürgermeister von Laer soll nun nachhaken, ob es Alternativen zu diesem Standort gibt.

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