Wochenende
Wir rasen halt den Berg runter – Downhill in Bad Hindelang

3Bilder

Am Anfang wurde er eher stiefkindlich behandelt. Keiner wollte ihn so recht haben. Inzwischen hat er sich etabliert und sorgt auch jenseits der Skisaison für volle Gondeln. Der Bikepark in Hindelang.

Holger Pirgl ist Downhillfahrer der ersten Stunde und hat den Bikepark mit aufgebaut. Anfangs wurden Wanderwege leicht umgebaut, dann kamen erste Bodenwellen und kleine Rampen dazu.

Inzwischen ist der Park sowohl was den Schwierigkeitsgrad als auch die schiere Größe angeht - veritabel gewachsen. Drei verschiedene Abfahrten gibt es inzwischen. Über Schotterpisten und Trampelpfade gelangt man auf der gelben und grünen Piste -teilweise im Sturzflug- ins Tal.

Die Schwarze führt durch den Wald. Schmale Wege und steile Passagen führen zu Schanzen, die dem Schwierigkeitsgrad extreme alle Ehre machen.

Holger Pirgl bleibt aber bescheiden: Wir können uns nicht mit Bikeparks in Saalbach oder Leogang vergleichen, wollen wir auch gar nicht. Aber es ist ein guter Bikepark und er hat seine Eigenheiten, sagt Pirgl. Wir sind eine kleine Gruppe von Leuten, die das als Hobby betreibt. Da dauert manches etwas länger, wird aber hinterher umso schöner.

Affinität zum Downhill

Die kleine Gruppe von Leuten besteht neben Pirgl aus Marco Vogler (29), Peter Mayr (21), Alexander Utz (35) und Florian Davepon (20). Sie alle sind im Schatten der Alpen aufgewachsen und haben so eine gewisse Affinität zum Downhill quasi in die Wiege gelegt bekommen.

Sie sind Studenten, Elektroniker, Schreiner, manche haben Familie. Nach und nach ist an Wochenenden, freien Tagen und Urlauben der Bikepark entstanden. Die Pisten sind größtenteils naturbelassen und führen teilweise über Wanderwege.

Und was in keiner Innenstadt funktioniert, klappt hier ausgezeichnet: Probleme mit Fußgängern auf der Strecke gab es bisher noch nicht, sagt Pirgl. Jeder, der hier fahren will, wird darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns die Wege hier mit Wanderern teilen und die Fußgänger Vorrang haben, so der 43-Jährige.

Auf den naturbelassenen Abschnitten kann es schon mal zu Begegnungen mit Bewohnern der anderen Art kommen: Kühe! Hier heißt es im eigenen Interesse: Bremsbereit sein! Auch die appelliert an die Rücksichtnahme der Fahrer.

Überhaupt steht die Sicherheit bei den Fahrern ganz oben auf der Liste. Egal, ob Anfänger oder Profi: Ohne Helm, Protektoren, Knie- und Ellenbogenschutz geht hier gar nichts. Der beste Schutz ist aber immer noch eine gesunde Selbsteinschätzung.

Für Leute, die ihr Können über- und die Pisten unterschätzen ist so ein Tag im Bikepark Hindelang schnell zu Ende. Für alle anderen ein Riesenspaß.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen