Reisen
Warum für viele Jugendliche ein Auslandsaufenthalt wichtig ist

Hinaus in die weite Welt. Keine Frage für viele junge Leute nach dem Abitur, in Studium oder Ausbildung. Dabei geht es meist um zwei Dinge: Eine Sprache gut lernen und unabhängig von den Eltern leben. Ähnlich war es bei Robin Key, den die AZ beispielhaft vorstellt.

Neun Monate war der Betzigauer unterwegs, zunächst in Australien und Neuseeland, dann in Südostasien. Sein Fazit: Das Reisen öffnet die Augen, stärkt das Selbstbewusstsein und lässt einen die Heimat mit kritischer Distanz betrachten.

Zwischen Studienabbruch in Kempten und Neuanfang in Weingarten (Elektrotechnik und Physik für die Berufsschule) schob der 23-Jährige seinen Auslandsaufenthalt ein. Ihm ging es darum, selbstständig zu leben und mit möglichst wenig Geld klarzukommen. Erst einmal habe er 2000 Euro Erspartes in Flüge investiert, nach neun Monaten << durch extrem sparsame Lebensweise >>, sogar noch einige Dollar mit heim gebracht. Ein Zuckerschlecken war die Reise nicht immer - die Eindrücke aber bleiben haften.

Los gings ziemlich genau vor einem Jahr in Memmingen. Über London flog der Spross eines Engländers und einer Allgäuerin nach Hongkong und Melbourne. Er hatte ein Work-and-Travel-Visum der australischen Botschaft und heuerte schließlich in Perth bei fahrenden Händlern an. Die sorgten für << Carneval >> an der australischen Westküste, bauten riesige Karussells und Spielzelte auf Sportplätzen auf.

<< Da musste ich, der kleine Teilchen gewohnte gelernte Elektroniker, plötzlich mit Riesenschraubschlüsseln hantieren. >> Gewohnt hat er in dieser Zeit in einem Mini-Wohnwagen: << Acht Quadratmeter für vier Leute. >> Vier Monate später gings über Sydney - << dort durfte ich bei Bekannten von Bekannten wohnen, die Gastfreundschaft war riesig >> - weiter nach Neuseeland. << Gigantische Vulkane und beeindruckende Gletscher auf der Südinsel >> bleiben ihm vom seiner Meinung nach << schönsten Land der Welt >> haften. << Da muss ich irgendwann wieder hin. >>

Schließlich gings noch drei Monate durch Südostasien und << irgendwann ist die Reiselust vergangen >>. Er war froh, heimzukommen. << Im Ausland haben die Deutschen den Ruf, massig zu sein. Man kommt heim und sieht dieses Urteil plötzlich bestätigt, >> beschreibt der 23-Jährige seine ersten Eindrücke << back home >>. Und was hat ihm die Reise sonst so beschert? Er sei positiver gestimmt und zufriedener, traut sich mehr zu frei nach dem Motto << Jeder ist seines Glückes Schmied >>. Ab Oktober ist nun erst einmal Studium angesagt. Dafür gehts nicht in die Ferne, nur bis nach Baden-Württemberg.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen