Unglück
Vier Tote am Grünten in vier Wochen: Bergwacht spricht von bedauerlicher, aber zufälliger Häufung

Innerhalb von vier Wochen sind am Grüntenmassiv vier Menschen gestorben. Am Samstag fanden Retter der Sonthofener Bergwacht die Leiche einer 63-jährigen Wanderin, die offenbar schon am Donnerstag abgestürzt war.

Bernd Zehetleitner, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Sonthofen, sprach angesichts von vier Toten von einer bedauerlichen Häufung, die aber zufällig sei. Am Grünten seien bei gutem Wetter Hunderte von Wanderern unterwegs. In der Regel passiere nichts.

. Durch einen Hinweis fand die Polizei das Auto der 63-Jährigen auf einem Parkplatz. Die Bergwacht leitete dann gemeinsam mit der Polizei eine Suchaktion am Burgberger Hörnle, einem Nebengipfel des Grüntens, mitsamt Hubschrauber ein. Zwölf Sonthofener Bergretter zogen los und fanden die Tote in unwegsamem Felsgelände im Bereich einer Kletterroute, die als nicht schwierig gilt. Mit einem Hubschrauber wurde dann die Leiche geborgen.

, sagt Zehetleitner. Der junge Mann sei ein sehr guter Kletterer gewesen, der keineswegs leichtsinnig war. An der Stelle, wo sich der 19-Jährige festgehalten habe, sei plötzlich eine Felsplatte ausgebrochen. 'Das konnte niemand voraussehen.' Die Kletterroute werde von sehr vielen Bergwanderern genutzt. Sie besonders zu sichern, sei eigentlich nicht nötig, das sehe man sofort, wenn man dort ist. Im Schnitt passiere dort höchstens alle zehn bis 15 Jahre ein tödlicher Unfall.

Ein 52-jähriger Tourist war Anfang der vergangenen Woche auf einem normalen Wanderweg am Grünten gestorben. Der Mann erlitt einen Herzinfarkt. 'Wir haben eineinhalb Stunden versucht, ihn zu reanimieren - aber vergebens.'

Und vor vier Wochen war ein Mann Ende 70 ebenfalls auf einem normalen Wanderweg gestorben - diesmal am Burgberger Hörnle. Auch in diesem Fall war ein Herzinfarkt die Ursache. 'Der Mann kippte um und war tot. Wir konnten nicht mehr helfen', sagt Zehetleitner.

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