Sicherheitswacht
Streife laufen gegen Vandalismus im Städtle

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Soziale Brennpunkte wie in Großstädten gibt es in Immenstadt nicht. Man kennt sich, die Probleme liegen im Rahmen. Aber unter Schmierereien, Zerstörungswut, Lärm und Pöbeleien leiden Bürger auch hier. Eine ehrenamtliche Sicherheitswacht soll nun der Polizei helfen, Missstände einzudämmen. Der Hauptausschuss hat einstimmig beschlossen, dies beim Innenministerium zu beantragen.

Laut Helmut Wiedemann, Leiter der Polizeiinspektion Immenstadt, macht man in Kempten seit Jahren gute Erfahrungen mit der dortigen Sicherheitswacht. In Memmingen, Kaufbeuren und Schongau helfen Bürger der Polizei. Auch im Städtle ist das Thema nicht neu: Bereits 2002 hatte die Stadt einen Antrag gestellt, blitzte aber beim Innenministerium ab. Damals sah man bei Städten mit weniger als 20000 Einwohnern keinen Bedarf. Inzwischen wurden die Kriterien geändert. Also macht man einen neuen Anlauf.

Laut Wiedemann stärkt eine Sicherheitswacht vor allem «das subjektive Sicherheitsgefühl» der Bürger. Oft verhindere sie alleine durch ihre Anwesenheit, dass Jugendliche über die Stränge schlagen und Schäden anrichten. Freilich sagt Wiedemann: «Jeder von uns war mal jung. Es kann sich nur nicht jeder gleich gut daran erinnern.

» Es gehe bestimmt nicht darum, jungen Leuten ihren Spaß zu verderben, wenn sie sich abends treffen. «Aber man kann Auswüchse verhindern.» Und da bestehe in Immenstadt durchaus Handlungsbedarf.

Die Sicherheitswachtler seien «keine ,Polizei light und keine Hilfssheriffs, sondern aufmerksame Bürger», aber eben als solche erkennbar, so Wiedemann: «Wenn die eine Straftat sehen, rufen sie uns über Handy oder Funk - und dann kommt eine Polizeistreife. Niemand soll da den Helden spielen.» Dass man für die Aufgabe auch Frauen und Männer mit Verantwortungsbewusstsein und Zivilcourage findet, sei entscheidend. Da sind sich Wiedemann und Bürgermeister Armin Schaupp einig. «Ich würde mich freuen, wenn sich hier Bürger einbringen», sagt der Rathauschef.

Man müsse wieder mehr Bewusstsein dafür schaffen, dass man mit öffentlichen Einrichtungen nicht willkürlich umgehen darf: «Die Sicherheitswacht könnte dazu einen Beitrag leisten.»

Bereits heute sind in Immenstadt regelmäßig drei «Sicherheitsbeauftragte» der Stadt unterwegs, die sich vor allem um Angelegenheiten aus dem breiten Zuständigkeitsbereich des Ordnungsamts kümmern. Eine Sicherheitswacht wäre dagegen der Polizei angegliedert und unterstützt deren Arbeit.

 

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