Verkehr
Steigbachbrücke: Neubau statt der jetzigen Rostlaube

Die jetzige schmale Brücke über den Steigbach in Immenstadt zwischen dem Klebebandwerk Monta und dem Friedhof ist eigentlich eine Rostlaube und wegen ihrer Hinfälligkeit nicht geeignet, einen Lkw-Verkehr aufzunehmen. In der jüngsten Sitzung des Stadtrats entschieden sich die Bürgerschaftsvertreter einstimmig dafür, dem aufstrebenden 120-Mitarbeiter-Betrieb ebenso eine Zukunftsperspektive mit einer besseren Anlieferung zu bieten wie der Südstadt eine Aussicht zu eröffnen, dass nicht mehr so viele Schwertransporter durch das Wohngebiet an der Stuiben- und Mittagstraße rollen. «Die Brücke ist überfällig», brachte der CSU-Fraktionsvorsitzende Arndt Botzenhardt die Diskussion auf den Punkt.

Auch wenn man mit allem Drum und Dran, sprich den Straßenanschlüssen an den Brücken-Neubau hart neben dem jetzigen schwachbrüstigen Übergang, 2,3 Millionen Euro einkalkulieren muss, macht das Projekt Sinn. So lautete die letztlich einmütige Haltung des Stadtrats, selbst wenn zuvor Stadtrat Tobias Paintner (Junge Alternative) doch etwas die Krallen gegen das vermeintlich zu teure Projekt ausgefahren hatte. Wie zuvor Botzenhardt rief auch der Fraktionsvorsitzende der «Aktiven», Herbert Waibel, die Räte dazu auf, die Kosten nicht zu scheuen.

Eigentlich bleiben ja nur weniger als eine Million Euro am Rathaus Immenstadt hängen, weil Zuschüsse winken, aber auch der Bund wegen der B308 und der nahen Stadtspange sowie die Deutsche Bahn AG bei den Brückenbau-Geldgebern mit je einer Viertelmillion Euro dabei sind.

Und der Klebeband-Spezialist Monta will 290000 Euro als Festbetrag springen lassen, damit der jetzige traurige Zustand ein Ende hat.

Zukunftsperspektive

Firmen-Chef Johann Amoser durfte in der Stadtratssitzung das Wort ergreifen. Er machte unmissverständlich klar, dass nur mit einer Lkw-tauglichen Zufahrt über den Steigbach die bereits erfolgten und noch angestrebten Investitionen in das Werk unterhalb des Mittagberges einen Sinn machen und dem Unternehmen eine standfeste Zukunft versprechen. Auch wies Amoser daraufhin, dass sich die täglich 60 An- und Abfahrten von Lastwagen zum Werk entzerren könnten.

Denn künftig sei mithilfe der Brücke eine gute Anfahrt über das Gewerbegebiet Im Engelfeld sowie über die Edmund-Probst- wie über die Adolf-Probst-Straße möglich. Bürgermeister-Vize Thomas Wurmbäck hakte gleich ein und schlug eine Art Ring- und Einbahnstraßenverkehr vor, um die jetzigen Wohngebiete in der Südstadt zu entlasten.

Baubeginn wohl erst 2012

Schon im nächsten Jahr mit dem Brücken-Neubau zu beginnen und danach die jetzige Krücke zu entsorgen, wie mancher Stadtrat drängte, wird laut Bürgermeister Armin Schaupp wegen der Planungsvorbereitungen wohl nicht ganz hinhauen. 2012 erscheint da realistischer. Immerhin muss das Projekt auch im Haushalt verankert werden.

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