Nominierung
SPD zieht mit Katharina Schrader aus Immenstadt in Bundestagswahlkampf

Mit einem eindeutigen Vertrauensbeweis nominierte die SPD-Stimmkreiskonferenz des Bundestagswahlkreises 256 Oberallgäu Katharina Schrader zur Kandidatin für die Bundestagswahl 2013.

Der Wahlkreis umfasst die Stadt Kempten sowie die Landkreise Oberallgäu und Lindau. Mit der 31-jährigen Vorsitzenden des SPD-Kreisverbands Kempten will die SPD „Neues wagen“, wie auch das Motto des SPD-Unterbezirks Allgäu-Bodensee lautet.

'Neues wagen', so meinte der Vorsitzende des Unterbezirks Markus Kobatschka bei der Versammlung in Kempten, 'sollten auch die Allgäuer Wähler und der SPD ihre Stimme geben.' Damit spielte er auf das schlechte Abschneiden der Genossen in den zurückliegenden Wahlen an:

Der letzte Bundestagsabgeordnete aus dem südwestlichen Allgäu war Dieter Lattmann, der von 1972 bis 1980 für Kempten und das Oberallgäu im Bundestag saß. Und bei der jüngsten Bundestagswahl brachte es die SPD in ganz Bayern nur noch auf 16 Abgeordnete.

So wird es auch für Katharina Schrader schwer werden. Gegen den Platzhirsch Dr. Gerd Müller von der CSU wird sie nur wenig Chancen haben, direkt in Berlin einzuziehen. Deshalb wird wohl entscheidend sein, welchen Listenplatz sie am 8. Dezember bei der Landesvertreterversammlung in München erreicht.

Dennoch zeigten sich die Genossen bei der Nominierung erfreut über die Verjüngung: 'Dieses junge, frische Gesicht' stehe für Aufbruch, meinte beispielsweise die frühere Stadträtin Ingrid Jähnig. 'Denn schauen wir uns mal um, die SPD hier ist in Ehren ergraut.'

Die in sie gesetzten Erwartungen erfüllte Schrader auch gleich mit einer kämpferischen Rede, in der sie ihre Ziele vorstellte und mit der schwarz-gelben Regierung abrechnete: Eine Energiewende, 'bei der immer mehr Großbetriebe von der Förderung des Ökostroms befreit werden und am Ende der Verbraucher die Zeche zahlt' könne es nicht sein.

Dabei bedeute der Atomausstieg 'auch für das Allgäu das ein oder andere Windrad mehr'. In der Finanzmarktkrise plädierte sie für 'die strikte Trennung von Investment- und Geschäftsbanking'. Und auf dem Arbeitsmarkt führt für sie kein Weg am gesetzlichen Mindestlohn vorbei.

In der Familienpolitik solle die Erziehung von Kindern steuerlich belohnt werden, nicht das Heiraten. Am Ende erhielt Schrader von 33 Delegierten-Stimmen 32 bei einer Enthaltung.

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