Special Straßenbauprojekte im Allgäu SPECIAL

Völkstraße
Sonthofener Anlieger gegen Straßenausbau

Der geplante Ausbau der Völkstraße in Sonthofen trifft bei Anliegern auf Widerstand. Sie werfen der Stadt vor, nicht genügend auf Sicherheit und Seniorenbedürfnisse Rücksicht zu nehmen. In dem Zusammenhang schließen Bürger nicht einmal den Klageweg aus. Anlass ist das Vorhaben, den Rest der Straße als verkehrsberuhigten Bereich zu gestalten. Wie berichtet hat das der Stadtrat beschlossen: Die Gehsteige sollen verschwinden. Dafür entstehen im Wechsel links und rechts kleine Fußgängerbereiche, mit Platten belegt - ebenerdig zur Fahrbahn. Dazwischen reicht der Asphalt bis an die Häuser.

Das stößt nicht allein Gerd Bachmann auf. Für die «Aktionsgemeinschaft Völkstraße» schickte er von 26 Bürgern unterzeichnete Einwände an den Bürgermeister. Nun ist das Bedauern groß, dass die Sorgen im Rat kein Gehör fanden. Schließlich lebten dort neben Senioren im «Spital» auch viele alte Leute im betreuten Wohnen, so Bachmann. Allein bei ihm im Haus gebe es fünf Menschen mit Rollator und eine Frau mit Rollstuhl. Ihnen erschwerten die geplanten Rinnen für den Wasserabfluss das Queren der Straße. Separate Gehsteige wären auch für die Sicherheit wichtig. Seine Frau im Rollstuhl sei im verkehrsberuhigten Teil der Völkstraße schon beinahe angefahren worden.

Weiter betont Bachmann, dass der vier Jahre alte Gehsteig in tadellosem Zustand sei. Ihn hätten die Hauseigentümer mitgezahlt. Der Umbau solle wohl nur erfolgen, damit die Einbahnstraße für Verkehr in beide Richtungen breit genug ist. Platz für Schneehaufen fehle dann.

Stark gefährdet sieht die Sicherheit Ernst Hepler von schräg gegenüber, so sein von drei Ehepaaren unterzeichnetes Schreiben: Man stehe sofort auf der Straße, wenn man die steile Tiefgaragenzufahrt des Hauses herauffahren würde. Die Gefahr von Kollisionen sei hoch. Für Fußgänger sei es gefährlich, wenn sie beim Verlassen des Hauses direkt auf der Straße landen. Die schmale Granitstein-Reihe sei da kein Schutz. Sich darauf zu verlassen, dass der Verkehr ausgerechnet auf der Völkstraße nur mit sieben Stundenkilometern rollt, hält Hepler für eine Illusion.

Er will nun andere Behörden wie Landratsamt und Polizei bitten, sich mit ihm die Lage anzuschauen und zu bewerten.

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