Projekte
Sonthofen zeigt Zusammenleben in der Zukunft

Wie könnte das Haus der Zukunft aussehen? Wie werden die kommenden Generationen zusammenleben? Zu diesen Fragen gab es bei einem Vortragsabend in der Kultur-Werkstatt viele interessante Perspektiven.

Eine Projektgruppe von 14 jungen Oberallgäuern stellte das Projekt 'Earthship' vor. Ein Modell eines passiven Solarhauses aus natürlichen Baustoffen, das die Sonnenergie als direkte Raumwärme nutzt, einen eigenen geschlossenen Wasserkreislauf hat und sich durch regenerative Energiequellen selbst mit Strom versorgt.

Die Gruppe sucht noch einen Standort im Oberallgäu, um dort ein Haus zu errichten, das als Vorführobjekt, für Seminare zum Thema, und Bildungsangebot für Schulklassen genutzt werden kann. 'Wir möchten einen Weg zeigen, bewusster und nachhaltiger mit unseren Ressourcen umgehen', sagte Stephanie Metaschk von der Projektgruppe. 'Und so einen Schritt Richtung Energiewende machen.'

Die Veranstaltung initiiert hatte Freddy Oracem, der seine Projekte eines Mehrgenerationenhauses in Bolsterlang und das Wohnprojekt Allgäu vorstellte. Er berichtete von dem Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Altersgruppen in einer ehemaligen Pension in Bolsterlang.

'Mehrgenerationenwohnen hilft gegen Depressionen, Isolation und Einsamkeit.' Gerade für ältere Menschen sei deswegen das Zusammenleben in einem Mehrgenerationenhaus ein Gewinn. Aber auch jüngere Menschen könnten profitieren. 'Die Zahl der Single-Haushalte steigt', so Oracem. 'Aber die wenigsten, die alleine wohnen, wollen alleine leben.' Auch der 74-jährige Bewohner des Mehrgenerationenhauses, Bruno Fischer, lobte die Vorzüge des Wohnmodells.

Der Geschäftsführer des Sozial-Wirtschafts-Werks (SWW), Martin Kaiser, berichtete über ein integriertest Wohnprojekt in Kempten. 'Dieses Modell funktioniert immer noch', berichtete Kaiser, der das Projekt zwischenzeitlich betreute. 'Die Menschen haben aufeinander achtgegeben.'

Ein weiteres gutes Beispiel sei das Projekt am Alten Bahnhof in Sonthofen. Dort haben Lebenshilfe und die Wahlfamilie ein innovatives Wohnkonzept umgesetzt. 'Andere reden über Inklusion, dort leben sie es', sagte Kaiser.

'Earthship'-Projekt

Das Ziel der Projektgruppe 'Zam' besteht darin, ein Modellobjekt zu bauen, das ein Bildungsportal zu den Themen Okologie, Umwelt und Nachhaltigkeit sein soll. Zudem soll es fur Seminare und Veranstaltun- gen zur Verfugung gestellt werden.

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