Kulturausschuss
Sonthofen will mehr Geld für Kunst ausgeben

Bei der Kunstausstellung «Die Südliche» will die Stadt Sonthofen zumindest teilweise mehr oder teurere Kunstwerke einkaufen als bisher. Der Kulturausschuss beschloss, dass Bürgermeister Hubert Buhl, Kulturreferentin Gertrude Goldner und die Verwaltung künftig bis zu 5000 Euro ausgeben dürfen. Zugleich erhielt die Verwaltung den Auftrag, sich Gedanken zu machen, wie man heimische Künstler noch fördern könne. Denkbar wäre zum Beispiel ein Sonthofer Kulturpreis. «Die Südliche» ist die Jahresausstellung bildender Künstler der Region.

Bisher war die Ankaufssumme in Sonthofen auf 2750 Euro beschränkt. Diesen Mindestbetrag hatte Sonthofen 2004 mit Immenstadt, Oberstdorf und der Kulturgemeinschaft Oberallgäu vereinbart. Wie Carola Kuhn vom städtischen Kulturamt berichtete, habe die Kulturgemeinschaft eine Erhöhung beantragt, weil der damals festgelegte Betrag nominal dem der 70er Jahre entspreche. Angesichts der allgemeinen Preisentwicklung sei der Ankauf von Sonthofen und Immenstadt damit gegenüber 1970 auf ein Drittel gesunken. Zugleich führte die Kulturgemeinschaft an, dass man - auch durch den Arbeitseinsatz der Künstler - den Städten ja Kosten für die Organisation der Veranstaltung abgenommen habe.

Im Kulturausschuss stieß der Vorschlag auf Wohlwollen. Hans Strobach (CSU) hätte die Ankaufssumme sogar grundsätzlich auf 5000 Euro pro Jahr erhöht. Darauf ließ sich der Ausschuss allerdings nicht ein, sondern bevorzugte eine flexible Lösung. Die Formulierung «bis zu 5000 Euro» ermögliche es, je nach Situation und angebotenen Kunstwerken mal mehr, mal weniger zu kaufen.

Der höhere Einkauf bietet sich laut Bürgermeister Buhl vor allem an, wenn die Veranstaltung in Sonthofen stattfindet. Damit könnten auch erzielte Eintrittsgelder an die Künstler fließen. Zugleich regte Buhl an, nicht immer nur darauf zu achten, möglichst viele Kunstwerke billig zu kaufen, sondern je nach Angebot auch nur zwei oder drei teurere Stücke.

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