Kreishaushalt
Solider Etat in Sonthofen - Schulden bis 2014 auf 35 Millionen Euro abbauen

Notwendige Investitionen leisten und dennoch sparsam wirtschaften – auf die Formel bringt Landrat Gebhard Kaiser seine Überlegungen zum Haushalt des Landkreises. Ein Etatentwurf, über den noch der Kreistag entscheiden muss. Allerdings: Nach mehreren Vorberatungen steht der Etat bereits auf recht soliden Füßen.

Für viele Bürger wichtig ist der Zustand der Straßen: In die will der Landkreis 12,9 Millionen Euro investieren. Zusätzlich soll Geld in die Krankenhäuser und das Berufsschulinternat in Immenstadt fließen.

Und das ohne zusätzliche Schulden. Konkret sieht der von Kämmerer Reinhard Reitzner geschnürte Entwurf vor, sich fünf Millionen Euro bei den Banken zu leihen und 5,4 Millionen zurückzuzahlen.

Und weil Kämmerer gerne sorgfältig und vorsichtig planen, hofft Kaiser, letztlich sogar mit weniger Krediten auszukommen. So lief es nämlich auch im Vorjahr: 5,2 Millionen Euro Kredite standen im Plan; tatsächlich aufgenommen hat der Landkreis 3,5 Millionen. Der Schuldenstand sank damit 2011 auf 39,2 Millionen Euro.

Kaisers Ziel ist es, bis zum Jahr 2014 die Landkreis-Schulden auf 35 Millionen Euro abzubauen. Zugleich unterstreicht er, dass es bei den derzeitigen Zinssätzen und der Geldentwertung wirtschaftlicher sei, mit Schulden zu investieren, statt das Geld erst anzusparen. Der Landkreis zahlt für seine Schulden im Schnitt 3,51 Prozent Zinsen.

Zumindest leichte Sorgenfalten bereitet dem Kämmerer die Entwicklung der Gewerbesteuer: Weil die im Oberallgäu in den Jahren 2010 und 2011 fast identisch gewesen sei, könne der Keis von daher kommendes Jahr mit fast keiner Umlagekraftsteigerung (also Mehr-einnahmen) rechnen.

Sonthofen an der Spitze

Interessant ist der Blick auf die örtlichen Gewerbesteuern, legt man sie auf die jeweilige Einwohnerzahl um. Da stand Sonthofen im Vorjahr an der Spitze: Pro Einwohner wurden 413 Euro Gewerbesteuer erzielt.

Auf Platz zwei: Immenstadt mit 408 Euro. Das eigentlich besonders starke Wiggensbach lag wegen eines Spezialfalles nur auf Rang drei. Besonders wenig Gewerbesteuer pro Kopf erzielten im Vorjahr Burgberg (151 Euro), Rettenberg (146), Lauben (137 Euro), Missen-Wilhams (136) und Weitnau (131 Euro).

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