Arbeitsmarkt
Seit dem Jahr 2005 ist die Arbeitslosenzahl im südlichen Oberallgäu Schritt für Schritt gesunken

Da wirken die Ferien: Der Arbeitsmarkt im südlichen Oberallgäu hat sich im August wenig bewegt. Mit 1333 Arbeitslosen sind es nur 53 mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote: 3,2 Prozent. Dass gerade die Zahl der jüngeren Menschen ohne Job stieg, ist in erster Linie saisonal bedingt:

Nach Abschluss der Berufsausbildung werden etliche im Sommer vorübergehend erwerbslos, ehe sie eine neue Stelle antreten oder im Herbst mit Studium oder Weiterbildung beginnen.

So stieg die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren seit Juli zwar um 45, liegt aber nur elf Köpfe über dem August im Vorjahr. Dazu komme, so Wolfgang Scholz von der Arbeitsagentur in Sonthofen, dass viele Firmen mit Neueinstellungen wegen der Ferienzeit noch warteten.

Auffällig findet Scholz, dass im Jahresvergleich die Zahl der Landzeitarbeitslosen etwas sank – wohl mit eine Auswirkung der Wirtschaftslage.

'Denn die Saison läuft gut', sagt Scholz. So gut, dass die Arbeitsagentur für offene Stellen in der Gastronomie/Hotellerie sogar Menschen aus dem Ausland (vor allem Rumänien, Bulgarien und auch Ungarn) vermittelt.

Die Arbeitgeber scheinen zufrieden: 'Es gibt keine Reklamationen.' Auch im Handwerk lassen sich gute Fachkräfte demnach sofort vermitteln. In der Pflege sind weiter Kräfte gesucht. Nur die Industrie hält sich laut Scholz mit Einstellungen zurück, weil man dort die künftige Lage schwer abschätzen könne.

Hartz-Reformen seit 2003

Interessant ist ein Blick auf die langfristige Entwicklung: Vor zehn Jahren wurde die Vorlage für die Hartz-Reformen präsentiert. Daraus folgten ab 2003 die Pflicht, sich nach Kündigung umgehend zur Arbeitssuche zu melden, die Einführung der Jobcenter und vieles mehr.

Kernstück war die ''Hartz IV' genannte' Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe ab 2005. Die Zahl der Arbeitslosen sank seitdem von 3377 (Januar 2005) auf aktuell 1333.

'Die Neuerungen haben also durchaus was gebracht', sagt Wolfgang Scholz. Wenn etwa Betroffene frühzeitig die drohende Arbeitslosigkeit melden, gebe es mehr Chancen, bald eine Stelle zu finden. Die kommunale Ebene habe dank ihrer Kontakte Möglichkeiten, Leuten eine Stelle zu vermitteln, die das Arbeitsamt nicht unterbrachte.

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