Finanzen
Schulden weiter abbauen

Weniger Schulden und trotz der Wirtschaftskrise ein solider Gemeindesäckel: Der Haushalt 2011 mit einem Gesamtvolumen von rund 4,8 Millionen Euro der Gemeinde Ofterschwang steht. Einstimmig wurde das Finanzwerk in der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen.

Christine Mayland, Kämmerin bei der Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe, lobt die Art, wie Bürgermeister Alois Ried und die Gemeinderäte wirtschaften: «Ein sehr gutes Ergebnis.» Und das trotz Wirtschaftskrise und deutlich weniger Einnahmen aus den Schlüsselzuweisungen vom Land (statt 351000 Euro für 2010 nur noch 70000 Euro) und mehr Abgaben an den Landkreis Oberallgäu für die Kreisumlage (852000 Euro statt 702000 Euro im Vorjahr).

In der Summe fehlen der Gemeinde laut Mayland rund 430000 Euro. Verantwortlich dafür sind die guten Zahlen der Gemeinde aus dem Jahr 2009 - was in der Höhe der Steuerkraft die Platzziffer vier von 28 Gemeinden im Landkreis Oberallgäu bedeutet. Sie dient als Grundlage für die Berechnung der Schlüsselzuweisung vom Land und der Abgabe an den Kreis.

Trotz dieses Solls im Vergleich zum Vorjahr und der Investition in die Beschneiungsanlage bleiben der Gemeinde rund 36000 Euro an Finanzspielraum - das «Spielgeld» der Gemeinde für freie Investitionen. Im Vergleich zu den Vorjahren ein deutlich geringerer Betrag. Laut Mayland ist aber auch dieser Punkt ein Indiz für einen guten Haushalt. Denn: «Etwa 60 Prozent aller bayerischen Gemeinden werden es nicht schaffen, überhaupt im Plus zu sein.»

Schulden weiter abgebaut

Im direkten Vergleich zum Vorjahr sind die Schulden der Gemeinde von 2,9 auf 3,3 Millionen Euro gestiegen.

Klammert man die Kredit-Neuaufnahme von 900000 Euro für die neue Beschneiungsanlage aus - sie wird über eine leichte Anhebung der Kurtaxe über 18 Jahre refinanziert - wurden die Schulden durch Tilgung um 457000 Euro weiter abgebaut. Für 2011 hat man das Ziel, die Kredite um weitere 570000 Euro zu tilgen. Seit dem Antritt von Bürgermeister Alois Ried 2002 wurden die Schulden um rund zwei Millionen Euro getilgt. Dies allein spart der Gemeinde jährlich 60000 Euro an Zinsen. Ried betont, dass es Ziel sein muss, die Schulden weiterhin abzubauen, um zusätzliche finanzielle Spielräume zu schaffen und die Infrastruktur der Gemeinde auf einem hohen Stand zu halten. Die Gemeinde geht in diesem Jahr von einem Grundstückserlös von insgesamt 758000 Euro aus. Weitere Bauflächen sollen dann bei Zeiten noch einmal 1,6 Millionen Euro in den Gemeindesäckel bringen.

Der höchste Posten im Investitionsplan hat ebenfalls mit dem Grundstücksverkauf zu tun. Die Erschließung des Panoramaweges-West, etwa der Anschluss ans Abwassersystem, schlägt mit 530000 Euro zu Buche.

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