Ehrenbürgerschaft
Rudi Grätz für Engagement in Waltenhofen ausgezeichnet

Herzlichkeit und Dankbarkeit prägten die Worte, die Rudi Grätz wenige Wochen vor seinem 75. Geburtstag in die Ehrenbürgerschaft Waltenhofens begleiteten. Sieben Redner würdigten bei der Verleihung eine Lebensleistung, die vom Einsatz in Kommunalpolitik und Gewerkschaft geprägt ist.

Von politischen Gegensätzen war nichts zu spüren, als die CSU-Männer Landrat Gebhard Kaiser und Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer dem SPD-Mitglied Grätz zur Ehrenbürgerwürde gratulierten. In 42 Jahren im Kreistag und 40 Jahren im Abfallzweckverband habe er sich als 'gestandener Mann' erwiesen, würdigte Landrat Gebhard Kaiser.

Standhaftigkeit und Verlässlichkeit hätten den Lokalpolitiker ausgezeichnet. 'Einer, der was zu sagen hat', war Grätz in den Augen von OB Dr. Netzer. Im Mittelpunkt habe für ihn der Mensch gestanden.

Neben dem 'politischen Hochkaräter' Grätz habe er sich zu Beginn seiner Arbeit im Gemeinderat als 'leichtgewichtiger Bürgermeister ohne Parteibuch’’ gefühlt, meinte Eckhard Harscher. Der Rathauschef betonte, dass der Gemeinderat einstimmig für die Ehrenbürgerwürde für Grätz votiert habe.

Als 'Sozialisten in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes' würdigte Fritz Schösser, der 20 Jahre lang Bayerns DGB-Chef war, den Geehrten. Schon als Kind mit zehn Geschwistern habe der Geehrte Not erlebt, politisches Engagement sei ihm selbstverständlich gewesen. 1952 wurde er Gewerkschaftsmitglied, später hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär und DGB-Vorsitzender des Kreises Allgäu.

Über Jahrzehnte habe sich Grätz 'im ehrenamtlichen Bereich abgestrampelt', erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Lothar Seidel. Auch im Namen der Arbeiterwohlfahrt, die Grätz in Waltenhofen 20 Jahre lang geführt hat, dankte ihm der Redner.

'Macht die Sitzung kurz, dann können wir danach Karten spielen.' Dieser Satz von Rudi Grätz, gefallen vor vielen Jahrzehnten, prägte sich dem stellvertretenden TV-Vorsitzenden Hans Geiger ein. Als 'beliebt, geschätzt und bedingungslosen Freund' bezeichnete Alfons Herb, langjähriger Vorsitzender des Kreisverbands der Gartenbauvereine, Rudolf Grätz. In 25 Jahren als Vorsitzender des Gartenbauvereins Waltenhofen und Schriftführer im Kreisverband sei er im Verein stets an vorderster Stelle gestanden.

Rudolf Grätz dankte mit Bescheidenheit: 'In 45 Berufsjahren habe ich viele Menschen erlebt, die Gleiches geleistet haben.'

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