Mehrkosten
Projekt am Illerstadion in Sonthofen liegt nach Hochrechnung 164000 Euro über dem Budget

Bei der geplanten Trendsporthalle in Sonthofen läuft es gerade nicht ganz so rund, wie es sollte: Trotz aller Spaßmaßnahmen liegen die Baukosten aktuell rund 164000 Euro über dem Budget. Grund seien verschiedene Behörden-Auflagen, hieß es im Sonthofer Bauausschuss. Kritik übte Ingenieur Udo Metzler da vor allem am Wasserwirtschaftsamt und sprach von einem «bösen Kampf». Man sehe die Forderungen der Behörde teils nicht ein.

Demnach fordert das Wasserwirtschaftsamt unter anderem, bei den Bauarbeiten ein Ingenieurbüro zu beauftragen, das die Arbeiten mit Blick auf den Deich überwacht, einen separaten Abschlussbericht erstellt und eine Endvermessung des Hochwasserdamms erstellt. Kopfschütteln löst bei Metzler auch aus, dass eine andere Behörde ein Schallschutzgutachten fordert, obwohl die Trendsporthalle einen ruhigeren Betrieb habe als die Diskothek, die dort früher stand. «Manchmal erscheinen Auflagen nicht logisch», sagte Bürgermeister Hubert Buhl und wählte in Richtung Wasserwirtschaftsamt deutliche Worte: «Wenn die vergessen habe, den Damm zu vermessen, sollen sie es selbst machen und nicht uns auftragen.»

In weiteren Auflagen fordern Behörden unter anderem zusätzliche Rettungs- und Fluchtmöglichkeiten, Lichtkuppel im Dach, Brandschutzfenster und Ausgleichsflächen. Nach aktueller Hochberechnung kostet die Trendsporthalle 3,56 Millionen Euro - das Budget beträgt jedoch nur 3,4 Millionen.

Im Zweifelsfall platzen lassen?

Da macht sich CSU-Stadträtin Anja Bader Sorgen: «Was kommt da noch an Unwägbarkeiten», wollte sie wissen und stellte in den Raum, das Projekt im Zweifelsfall lieber platzen zu lassen. Schließlich habe sich die Stadt bei den Kosten eine Höchstgrenze gesetzt. Doch der Bürgermeister stellte sich gegen einen Stopp: «Das geht nicht mehr, weil das alte Gebäude fehlt. Da müssten wir mindestens ein Vereinsheim bauen.

» Zugleich räumte Buhl ein, dass das «eng geschnallte Budget» von Anfang an wenig Luft hatte. Frage sei nun, wie sich die Baupreise entwickeln.

Ein Konzept für die Namensgebung samt der künftigen Werbekommunikation wird laut Stadtbaumeister Lutz-Holger Behre für März vorbereitet. Der in aktuellen Ansichtsplänen eingedruckte Name der Trendsporthalle sei nur ein Vorschlag, betonte Bürgermeister Buhl. Die Genehmigung sei zum einen Aufgabe des Aufsichtsrates; zum anderen wäre dann auch der Stadtrat gefragt.

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