Seminartage
Philosophie am Pass in Bad Hindelang: Konzept geändert

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Die erhabene Kulisse der Allgäuer Berge und die Lieblichkeit des Ostrachtals zieht Dr. Rainer Jehl magisch an.

"Hier kann man Inspiration gewinnen", begründet der in Kaufbeuren lebende Initiator der Seminarreihe "Philosophie am Pass", warum er sich Bad Hindelang für die Veranstaltung ausgesucht hat. Bei der zweiten Auflage vom 9. bis 13. Mai wird sich einiges ändern.

Das Rahmenprogramm wurde abgespeckt, die Meckatzer Löwenbräu aus dem Westallgäu ist als Hauptsponsor eingestiegen, und man hat von fünf auf drei Seminartage gekürzt. Das Thema lautet diesmal "Liebe - Freundschaft - Kommunikation".

Der Preis ist nach wie vor mit 3000 Euro dotiert, wurde aber in 'Meckatzer-Philosophie-Preis' umbenannt. Die Auszeichnung geht 2012 an den bei Krumbach geborenen Philosophen und Berliner Professor Dr. Wilhelm Schmid (58).

Als traditionelle Sinnvermittler begreift Jehl, langjähriger Leiter der Schwabenakademie Irsee, Philosophen. Darum werden die Referenten über allgegenwärtige Themen wie Liebe, Freundschaft und Kommunikation sprechen. Sie wollen die Zusammenhänge in einer von gesellschaftlichen Umbrüchen gezeichneten Welt darlegen. 'Es gibt mehr Singlehaushalte, hohe Scheidungsraten und moderne Entwicklungen im Internet. Online kann man plötzlich Freunde in jeder Hinsicht gewinnen', sagt Jehl.

Die Meckatzer Löwenbräu sieht sich als Mäzen der Kulturszene. 'Bereits mit dem Magnus-Remy-Kunstpreis in Irsee haben wir erkannt, dass wir nicht nur Flüssigkeitsverkäufer sind', sagt Geschäftsführer Michael Weiß. Er hat persönlich Interesse an dem Thema. 'Auch die alten Griechen haben schon Trank-Opfer gebracht', weiß Jehl über die Antike zu berichten, in der man bei Symposien gerne liegend philosophierte, aß und trank. Deshalb hat er keine Berührungsängste mit einem Brauer als Gönner.

In einer Projektgruppe kümmern sich Kulturreferentin Inge Novak, Vermietervertreterin Laili Stigler-Blanz, Hotelier Armin Groß und Kurdirektor Max Hillmeier um die Feinheiten des Programms. 'Für Berufstätige besteht auch die Möglichkeit, erst am Freitagmittag einzusteigen', berichtet Hillmeier.

Dass sich 2011 nur zehn Personen angemeldet hatten, sehen die Verantwortlichen nicht als Problem. 'Damit haben wir gerechnet. Das muss man langsam aufbauen', sagt Pressesprecherin Stefanie Fuchs. Ihren Bildungsauftrag sehen die Veranstalter in sechs Stipendien erfüllt, die von den Rotariern vergeben werden.

Infos und Anmeldung bis 28. April unter Telefon 08324/892-13.

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