Kirche
Pater Ulrich Berkmüller feiert seine erste Eucharistiefeier (Primiz) in der Heimat in Betzigau

Gottes Diener möchte der 30-jährige Pater Ulrich Berkmüller sein, der am Sonntag, 3. Mai um 9.30 Uhr nun seine erste Eucharistiefeier, die Primiz, in Betzigau, feiert.

Es ist schon etwas Außergewöhnliches, wenn sich heutzutage ein junger Mensch dazu entscheidet in einen Orden einzutreten, um sein Leben ganz dem Dienst an Gott und am Mitmenschen zu schenken. Noch außergewöhnlicher ist vielleicht, dass Pater Ulrich Berkmüller diese Entscheidung getroffen hat, kurz nachdem sein Bruder Stefan Berkmüller schon auf dem Weg zum Priesterberuf in der Diözese München war. Stefan Berkmüller feierte 2011 bereits seine Primiz in Betzigau.

Weit hinaus in die Welt hat es Pater Ulrich Berkmüller zunächst verschlagen, als er 2004 in den Orden der Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz in Österreich eintrat. Das Studium zur Vorbereitung auf die Priesterweihe absolvierte er nämlich in Brasilien mit einem Praktikumsjahr in den USA, in verschiedenen Niederlassungen des Ordens. 'Das war natürlich nicht immer einfach', meint er dazu, 'denn die fremden Sprachen und Kulturen muss man ja erst einmal kennen und lieben lernen. Da gibt es am Anfang schon so manche Herausforderung, aber im Nachhinein ist alles eine große Bereicherung.'

Der Ruf Gottes

Sich dazu entschieden, in diesen Orden einzutreten, hat sich P. Ulrich Berkmüller aus zwei Gründen: 'Das Zusammensein mit den Brüdern im Orden, die eine Gemeinschaft, ähnlich einer Familie bilden, hat mich damals angezogen. Außerdem habe ich klar den Ruf Gottes verspürt und innerlich gewusst, das ist hier mein Platz.' Der 'Ruf Gottes', so P. Berkmüller, kam zunächst einmal über ganz menschliche Wege an ihn heran.

Als er Mitglied einer Jugendgebetsgruppe in der Stadtpfarrei St. Anton war, kamen Ende 2003 immer wieder Personen mit der Frage auf ihn zu: 'Hast du schon einmal darüber nachgedacht Priester zu werden?' Unter ihnen war auch der jetzige Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Betzigau, Wildpoldsried und Hochgreut, P. Jacek Filipiuk, der damals die Jugendarbeit in St. Anton leitete.

'So sagte ich schließlich mein 'Ja' zu diesem Ruf, so wie Maria das getan hat, als der Engel Gabriel ihr die Botschaft vom großen Plan Gottes, in ihr Mensch zu werden, brachte.' In Anlehnung an diese biblische Begebenheit aus dem Lukas-Evangelium wählte Pater Berkmüller seinen Primizspruch: 'Maria sprach: Siehe ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort!' (Lk 1,38) Zwei Grundsätze für sein zukünftiges Leben als Priester sieht er darin: Gott und den Menschen zu dienen, wie die 'Magd des Herrn' und ein frohes 'Ja, mir geschehe' dem Anruf Gottes entgegenbringen, in jeder Situation

Feierlichkeiten

Die Feierlichkeiten rund um die Primiz gestalten sich wie folgt: am Dienstag, 28. April. um 19 Uhr Vorstellungsabend im Betzigauer Pfarrheim, am Donnerstag, 30. April, ab 19 Uhr, Begrüßungsmesse mit anschließendem Stehem-pfang in Betzigau, am Sonntag, 3. Mai, ab 9.30 Uhr, Primizgottesdienst am Sportgelände in Betzigau und ab 16.30 Uhr, Jugend-Vesper in der Pfarrkirche St. Afra mit anschließendem Primizsegen.

Nachprimizen wird P. Berkmüller in Wildpoldsried am Mittwoch, 6. Mai, ab 19.15 Uhr und in Hochgreut am Sonntag, 17. Mai, ab 10.15 Uhr, feiern. Auch ein Jugend-Gottesdienst mit Weihbischof Florian Wörner ist geplant, der am Samstag, 16. Mai, ab 19.15 Uhr, in stattfinden wird.

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