Soziales
Oberallgäuer Jugendamt hofft auch 2012 auf weiter sinkende Ausgaben

Jahrelang kämpfte der Landkreis Oberallgäu recht erfolglos gegen steigende Ausgaben für die Jugendhilfe. Der Trend scheint jetzt gestoppt. Für Vize-Landrat Anton Klotz ist es da schon 'ein kleiner Erfolg', dass der Etatentwurf 2012 keine neue Steigerung vorsieht. Konkret sollen die Ausgaben des Landkreises in diesem Bereich sogar sinken, so wie sie nach aktueller Hochrechnung auch heuer schon etwas unter Plan sind. Und Klotz hofft, dass die Kosten in späteren Jahren (wenn überhaupt) nur noch sehr gedämpft wachsen werden.

Maßgeblich dafür ist nach Darstellung der Verwaltung, dass das Amt den Fokus stark auf ambulante Hilfen richtet und sich so einige Kosten für teure stationäre Maßnahmen (Heimunterbringungen) ersparen kann. Das, so Jugendamtsleiter Bernward Lingemann, sei ja eines der Ziele gewesen.

Die Entwicklung zeigt sich im Vergleich mehrere Jahre beispielsweise bei der Heimunterbringung junger Menschen mit Erziehungsdefiziten: Musste der Landkreis so etwa 2009 insgesamt 14 796 Heimtage bezahlen (bei 365 Tagen pro Jahr also im Schnitt 41 Fälle), so sind es heuer vermutlich noch 10 418 Tage (29 Fälle). Kommendes Jahr will die Verwaltung nur 10 340 Heimtage zahlen müssen, was sich freilich immer noch auf stolze 1,4 Millionen Euro summiert.

Schwieriger ist es bei der Eingliederung von Menschen mit seelischer Behinderung. Denn deren Anteil werde immer größer, sagt Ralph Aichbauer, Chef der Sozialabteilung im Landratsamt. Doch auch da hofft die Verwaltung zumindest auf einen kleinen Rückgang bei den stationären Heimunterbringungen – von 41 auf im Schnitt 37 Fälle. Und auch die Heimkosten für junge Volljährige, die man nicht von heute auf morgen ganz in die Selbstständigkeit werfen will, setzt der Landkreis auf einen kleinen Rückgang.

Leichte Mehrausgaben kalkuliert das Jugendamt unter anderem bei der vorbeugenden Arbeit (Prävention) ein. So soll es beispielsweise an einigen Mittelschulen mehr Jugendsozialarbeit geben.

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