Bau
Neues Feuerwehrhaus in Rettenberg für 1,3 Millionen Euro geplant

Ein neues Feuerwehrhaus baut die Gemeinde Rettenberg. So hat es der Gemeinderat einstimmig unter großer Anteilnahme der örtlichen Feuerwehr beschlossen. Im Sitzungssaal lauschte etwa die Hälfte der 84 Aktiven den Ausführungen zum einzigen Tagesordnungspunkt. Der Auftrag wurde an den Oberstdorfer Architekten André Lingg vergeben, der bereits das neue Rathaus im Ort gebaut hat. Die Bauarbeiten am Ortsrand an der Kranzegger Straße sollen im Herbst 2012 beginnen und im Frühjahr 2013 weitergeführt werden.

Zuvor hatte Thomas Tanzer, Vorsitzender des Feuerwehrvereins und Gemeinderat, dem Gremium erklärt, warum die Errichtung eines neuen Hauses seiner Meinung nach << nicht nur erstrebenswert, sondern auch dringlich >> sei. Das bisherige Feuerwehrhaus, im Schulgebäude integriert, wurde 1975 erbaut.

Seit damals, so Tanzer, habe sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt. Die Feuerwehr habe mit mehr Ausrüstung, mehr Fahrzeugen und einer größeren Mannschaft reagiert. In seinen Augen sei daher ein Neubau << zwingend erforderlich >>. Das sei keine Statusfrage, sondern eine Platz- und Sicherheitsfrage.

Denn der jetzige Standort ist Tanzer zufolge << der meist frequentierte Bereich im Ort >>, es gebe auf den schmalen Straßen Probleme mit dem Gegenverkehr und die Einsatzkräfte müssten aus drei Richtungen anfahren. Es gebe Parkplatzprobleme, der Vorplatz sei zu klein für Übungen, im Haus müsse ein Raum mit zwölf Quadratmetern herhalten - unter anderem als Werkstatt, Sozialraum und Ersatzteillager.

Architekt Lingg erläuterte die Pläne für ein neues Gebäude, die bereits im Jahr 2008 von Bürgermeister Oliver Kunz initiiert worden waren. Im Dezember 2009 erwarb die Gemeinde von der katholischen Kirche eine Fläche von 3155 Quadratmetern an der Staatsstraße.

Der Grobentwurf wurde an diese Fläche angepasst. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro - laut Bürgermeister Kunz ein << vertretbarer Betrag >>. Finanziert werden soll das Feuerwehrhaus - laut Kunz << sicherlich kein Luxusbau, sondern ein zweckgerechter Funktionsbau >> - aus staatlichen Fördergeldern in Höhe von 243000 Euro und dem Verkauf von Grundstücken in Untermaiselstein.

In der geschätzten Baukostensumme nicht enthalten seien die Kosten für eine Baugrunduntersuchung. Manfred Wolf (FWR) meinte, dass man dem Vorhaben von der Dringlichkeit her zustimmen müsse. Fraktionskollege Herbert Widenmayer zeigte sich davon überzeugt, << dass man was machen muss >>.

Feuerwehr beteiligt sich

Ottmar Hindelang (FWU) wollte wissen, wie weit sich die Feuerwehr mit Eigenleistungen einbringen wolle. Thomas Tanzer erklärte, die Eigenleistungen würden sich in der Bauphase ergeben. Er könne jetzt nicht sagen, dass die Eigenarbeit so und so viel Arbeitsstunden oder Euro ausmachen würde.

Hindelang wollte auch wissen, ob in nächster Zeit mit der Anschaffung neuer Fahrzeuge zu rechnen sei. Tanzer erläuterte, dass ein Fahrzeug rund 36 Jahre alt sei. Da könne man nicht sagen, dass in den nächsten zehn Jahren nichts anstünde. Aber auch in diesem Fall würde sich der Feuerwehrverein << adäquat >> an den Anschaffungskosten beteiligen.

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