Richtfest
Neuartige Wohngemeinschaft und «eheähnliches Verhältnis»

Mit einem großen Richtfest feierten Wahlfamilie Sonthofen, Lebenshilfe und das SWW Oberallgäu (Sozial-Wirtschafts-Werk) den Baufortschritt ihres Projektes in der Kreisstadt. Unter dem Motto «Gemeinsam Wohnen» entsteht «Am alten Bahnhof» eine innovative Wohngemeinschaft. Landrat Gebhard Kaiser beglückwünschte die Beteiligten zu ihrem Mut. Er sprach von einem bayern- und wohl auch bundesweit einmaligen Projekt.

Was dahinter steckt, vermittelten die beiden Parteien rund um Joachim Wawersich (Lebenshilfe) und Christa Bock (Wahlfamilie) in einem gemeinsam vorgetragenen Dialog. Bock sprach dabei humorvoll von einem «eheähnlichen Verhältnis». In der Wahlfamilie haben sich Menschen zusammengefunden, die gemeinsam alt werden möchten, ohne individuelle Freiräume wie die eigene Wohnung zu verlieren. Dazu kommen die Wohngemeinschaften der Lebenshilfe mit Behinderten.

Kaiser: 90 Prozent der Aufträge ergingen an Oberallgäuer Firmen

Alle wollen sich bei Bedarf gegenseitig beistehen und ergänzen.

Raum dafür und auch für die Einbindung der Nachbarschaft bietet der Neubau, in dem neun Wohnungen für die Wahlfamilie, 23 Wohngruppenplätze für die Lebenshilfe sowie Gemeinschaftsflächen entstehen.

SWW-Geschäftsführer Martin Kaiser wies bei seiner Ansprache deutlich Kritik der Kreishandwerkerschaft daran zurück, dass man den Auftrag an einen Generalunternehmer außerhalb des Oberallgäus vergeben habe. Denn die tatsächlichen Bauaufträge seien zu über 90 Prozent an Firmen aus dem Landkreis gegangen, so Martin Kaiser. Sein großer Bruder, der Landrat Kaiser, lobte den zügigen Bauablauf und unterstrich, dass der Kreis 50000 Euro Zuschuss für den Gemeinschaftsraum zahle, wenn die Stadt selbst oder über Dritte den gleichen Betrag aufbringe.

Mehr als eine wohlwollende Prüfung könne er nicht zusagen, sagte da Dritter Bürgermeister Wolfgang Deppe: Der Stadtrat entscheide das im Rahmen der Etatberatungen. Weiter hob Deppe die Bedeutung des Projekts hervor, und dass das Haus nichts abseits stehe, sondern sich mitten drin im Geschehen befinde. Die unklaren Finanzen für die Gemeinschaftsfläche hatte auch ein vorgetragenes Gedicht zum Thema. Darin hieß es: Geht das Geld doch aus, graben wir einen Tunnel zum Sparkassen-Haus

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