Special Fasching im Allgäu SPECIAL

Fasnacht
Narrensprung in Sonthofen - Über 5600 Teilnehmer und 20000 Besucher erwartet

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Hexen ohne Ende, dazwischen Wasser- und Feuerteufel, ein Wolfsrudel und natürlich die Fluhensteingeister - am Wochenende 12./13. Februar geht es in Sonthofen hoch her. Zum großen Umzug beim Narrensprung am Sonntag haben sich über 5600 Teilnehmer angemeldet. Vorwiegend sind es Maskenträger und Häsgruppen; dazwischen sorgen Garden und Musikgruppen für Abwechslung.

Die Fäden fest in der Hand führt Rolf Döbbelin. Der erfahrene Fasnachter, der Dienstag seinen 66sten Geburtstag feierte, ist Organisationschef des närrischen Treibens, das die Faschingsfreunde Sonthofen-Hillaria und die Sonthofer Fasnachtszunft veranstalten. Besonders gespannt ist Döbbelin, wie die neuen «Fluhensteingeister» ankommen. Deren Narrenzunft ist eine Untergruppe der Hillaria mit eigener Zunft- und Häsordnung. Das von Döbbelin verfasste Regelwerk gibt vor, wie die Kostüme auszusehen haben, dass die Träger nichts verändern dürfen und dass Alkohol tabu ist.

Die Idee für die Geister hatte die Sonthoferin Petra Müller, Vizepräsidentin im Regionalverband der Bayerisch-Schwäbischen Fasnachtsverein (BSF). Sie hatte auch den Narrensprung ins Oberallgäu geholt. Der Rest war Zusammenarbeit: Von BSF-Seite gab es erste Skizzen für die auf einer alten Sage basierenden Geister und weitere Informationen. Bettina Füß von der Arbeitsgemeinschaft Sonthofer Jugendverbände (die ASJ ist als Co-Veranstalter im Boot) zeichnete das Kostüm und nähte den Prototyp, andere Frauen die weiteren Exemplare. Derweil schnitzte Marcus Winghart aus Oy unterstützt von Christian Waldmann Masken für die bösen Landvögte.

Der Aufbau so einer Häsgruppe ist das eine, die ehrenamtliche Organisation einer Großveranstaltung mit erwarteten 20000 Besuchern etwas völlig anderes. Trotz vielseitiger Unterstützung ist Döbbelin seit Monaten täglich mehrere Stunden in Sachen Narrensprung unterwegs. Das Programm, Gespräche über Sicherheitsfragen mit Polizei und Rettungsdiensten oder die Organisation von Massenunterkünften für Teilnehmer - die Aufgaben sind vielfältig. «Spaß macht es trotz der vielen Arbeit», sagt er und hofft, dass das Wetter bei «Sonthofens größtem kulturellem Ereignis» mitspielt. Man wolle der Bevölkerung zeigen, dass die alemannische Hästräger-Fasnacht Kultur und Brauchtum ist. Positiver Nebeneffekt: Mit dem Narrensprung hätten auch die zwei Sonthofer Fasnachtsvereine zueinandergefunden.

Sein Programm für den Tag danach hat Döbbelin schon geplant: Montag will er das Wochenende Revue passieren lassen und abends «in aller Ruhe» mit Ehefrau Birgitt ein Gläschen Wein trinken.

Der Narrensprung am Sonntag beginnt um 13.03 Uhr. Der Eintritt zum Umzug kostet drei Euro (Kinder bis 14 Jahre frei). Mehr zum Programm steht Ende der Woche auf unserer Seite «Tipps, Themen und Termine».

 

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