Beschluss
Nahwärmenetz: Heizzentrale kommt in die Waltenhofener Schule

Ohne große Diskussion stimmte der Gemeinderat Waltenhofen einhellig dem Einbau der Heizzentrale für die Nahwärmeversorgung Waltenhofen im Keller des Schulgebäudes zu. Südlich der Schule muss allerdings noch ein Hackschnitzelbunker installiert und ein 600 Quadratmeter großer Platz geebnet werden, um das Heizmaterial anliefern zu können.

Erst nach der Sitzung machte ein Anwohner der Tossostraße seinem Ärger über die Entscheidung Luft. << So eine Heizzentrale gehört doch nicht in eine Schule und schon gar nicht in ein Wohngebiet. Am Wertstoffhof wäre der richtige Platz gewesen. >> Außerdem seien er und seine Nachbarn nicht über die Pläne im Vorfeld informiert worden.

Gespräche mit Anwohnern

Der Geschäftsführer der Nahwärme GmbH Waltenhofen (und Bauamtsleiter) Markus Kennerknecht allerdings sagte, es habe Gespräche mit einigen Anwohnern gegeben, vor allem hinsichtlich der Lkw-Lieferungen. Die müssten im Winter wohl alle fünf Tage stattfinden, im Sommer seltener.

Vom Wertstoffhof als Standort für die Heizzentrale sei die Nahwärme GmbH aus Kostengründen abgerückt: Die Leitungen wären länger, ein Heizwerk müsste gebaut werden. In der Schule könnte vorhandene Infrastruktur (drei Ölkessel, hoher Kamin) mit genutzt werden. Im Gemeinderat wies Kennerknecht auch darauf hin, dass es ähnliche Heizanlagen in Schulen gebe - so inWeiler und Simmerberg.

Was aber kann man tun, dass die Nachbarschaft und auch der nahe Kindergarten und die Schule selbst nicht eingenebelt werden? << Es lässt sich wohl nicht vermeiden, dass feuchte Hackschnitzel geliefert werden, die bei der Verbrennung Dampf abgeben, >> meinte Gemeinderat Roman Völk.

Kennerknecht widersprach, will aber im Liefervertrag regeln, dass die Ware recht trocken ist und wenig Nebel über den Kamin abgibt: << Wenngleich ich nicht ausschließen kann, dass es anfangs dampft. >> Auf alle Fälle werde ein moderner Abgasfilter eingebaut.

Ein wenig Zeit werde eine optimale Einstellung brauchen. Kennerknecht: << Es ist unser Ziel, dass die Anlage wirtschaftlich läuft. >> Die Anlieferung soll außerhalb der Schulzeiten geschehen, antwortete er auf eine entsprechende Anfrage von Heinz Möschel.

Dieses Jahr sollen die nötigen Voraussetzungen für das Nahwärmenetz geschaffen werden. Der Start ist für 2012 geplant.

Neben den gemeindlichen Gebäuden wie Schule, Mehrzweckhalle oder Rathaus sollen auch Anlieger der Trasse die Möglichkeit haben, sich ans Nahwärmenetz anzuschließen.

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