"Die Stimmung ist angespannt"
Nach Tod von Pflegerin (55) aus Immenstadt - Wie geht es den Mitarbeitern?

Nach dem Tod der 55-Jährigen Pflegerin aus Immenstadt ist die Unsicherheit bei den Mitarbeitern groß. (Symbolbild)
  • Nach dem Tod der 55-Jährigen Pflegerin aus Immenstadt ist die Unsicherheit bei den Mitarbeitern groß. (Symbolbild)
  • Foto: DoroT Schenk auf Pixabay
  • hochgeladen von Eileen Schwaninger

Nach dem Tod einer Mitarbeiterin des Klinikverbunds Allgäu ist die Stimmung auch bei den Kollegen der Verstorbenen getrübt. Nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca hatte die 55-jährige Frau über Kopfschmerzen geklagt. Sie kam mit einer Venenthrombose und einem Hirnödem auf die Intensivstation nach Kempten, wo sie kurz darauf verstarb. Die Frau arbeitete als Pflegerin im Klinikum Immenstadt.

Man will sich schützen und stirbt dann trotzdem

Wie eine Mitarbeiterin des Klinikums gegenüber all-in.de erzählt, sei die Unsicherheit groß. "Wir konnten uns damals keinen Impfstoff raussuchen, sondern mussten, wenn wir geimpft werden wollten, den AstraZeneca-Impfstoff nehmen", so eine 52-jährige Kollegin der Verstorbenen. Gerade bei Frauen in ihrem Alter sei die Angst nun noch größer. Die jüngeren Kolleginnen nehmen die Pille. Andere nehmen Hormone in ihren Wechseljahren, doch könne man die Impfung nun nicht mehr rückgängig machen. Man versuche mit der Impfung "sein Leben vor einem tödlichen Virus zu retten und verstirbt dann aber leider trotzdem", so die Kollegin. 

Gegen das AstraZeneca-Vakzin entschieden

Ein Mitarbeiter der Immenstädter Klinik erzählt, dass ein Teil der Kollegen sich gegen das Impfen mit AstraZeneca entschieden hatte und es verweigerte. Das habe er auch gemacht. Man habe sich dann privat zum Impfen angemeldet und vom Landkreis den Impfstoff von Moderna erhalten. Im Nachhinein sei er froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. "Die Stimmung ist einfach angespannt, weil keiner weiß, ob es jetzt einen Zusammenhang gab. Jeder schaut auf jeden, ob es Veränderungen gibt, die auf eine Thrombose hinweisen können. Aber wer kann schon sicher sagen, dass es an der Impfung lag?", spricht der Mitarbeiter weiter. 

Weitere Tote nach AstraZeneca-Impfung

Die norwegische Arzneimittelbehörde Legemiddelverket gab in einer Mitteilung bekannt, dass zwei weitere Personen in Norwegen an Blutgerinnseln gestorben seien, nachdem sie eine Corona-Impfung mit AstraZeneca erhalten hatten. Die dänische Arzneimittelaufsicht teilte ebenfalls mit, dass zwei Krankenhaus-Mitarbeiter binnen 14 Tagen nach ihrer Impfung mit AstraZeneca an einer Hirnthrombose erkrankt seien - einer von ihnen tödlich.

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