Zeitdruck
Nach Kirchenasyl in Immenstadt: Sechs Monate Aufschub reichen nicht für Reza Jafari

Reza Jafari darf nach über einem Jahr das Kirchenasyl in Immenstadt verlassen. Das Pfarrerehepaar Marlies und Ulrich Gampert, das ihn aufgenommen hat, hofft, dass er
dauerhaft nicht abgeschoben wird.
  • Reza Jafari darf nach über einem Jahr das Kirchenasyl in Immenstadt verlassen. Das Pfarrerehepaar Marlies und Ulrich Gampert, das ihn aufgenommen hat, hofft, dass er
    dauerhaft nicht abgeschoben wird.
  • Foto: Sibylle Mettler
  • hochgeladen von Holger Mock

Es ist ein Aufschub, ein Durchatmen. Aber seine Zukunft bleibt weiter unsicher: Reza Jafari hat die Zusage vom bayerischen Landtagsausschuss für Eingaben und Beschwerden erhalten, dass er die nächsten sechs Monate nicht abgeschoben wird. Der 22-jährige Afghane, der über ein Jahr im Kirchenasyl in der Immenstädter evangelischen Gemeinde lebte, darf sich jetzt wieder frei bewegen. Was er aber dringend benötigt, ist eine schriftliche Bestätigung, damit er seine Ausbildungsstelle antreten kann. „Und dann ist die Frage, was passiert mit mir nach den sechs Monaten“, sagt Jafari und zuckt mit den Schultern.

Der junge Afghane spricht mittlerweile gut deutsch, hat sich integriert und möchte endlich arbeiten. Er hat bereits eine Ausbildungsstelle zum Einzelhandelskaufmann bei einem Möbelhaus. „Damit er seine Ausbildung aber abschließen kann, reichen die sechs Monate nicht aus“, sagt seine Freundin, eine 24-jährige Kemptenerin. Sie war gemeinsam mit Pfarrerin Marlies Gampert in der Sitzung des Petitionsausschusses. Dort habe man ihr deutlich zu verstehen gegeben, „dass es am besten wäre, wir würden heiraten und ein Kind bekommen“, sagt die 24-Jährige.

Mehr zur schwierigen Situation von Reza Jafari lesen Sie in der Samstagsausgabe des Allgäuer Anzeigeblattes vom 13.07.2019.

Die Allgäuer Zeitung und ihre Heimatzeitungen erhalten Sie

Autor:

Franz Summerer aus Kempten

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