Mittelschulen
Mittelschulen: Durchwegs gute Erfahrungen gemacht

Seit Herbst gibt es im Oberallgäu keine Hauptschulen mehr - die heißen jetzt Mittelschulen. Einige von ihnen haben sich zu Mittelschulverbünden zusammengeschlossen: Buchenberg mit Waltenhofen und Weitnau, Oy-Mittelberg mit Pfronten. Oberstdorf, Sonthofen und Bad Hindelang bilden den «Schulverbund Südliches Oberallgäu». Immenstadt, Blaichach und Oberstaufen haben den «Mittelschulverbund Nagelfluhkette» gegründet. Die Nachfrage bei den Rektoren ergab eine positive Bilanz: Die Erfahrungen im ersten Schulhalbjahr seien durchweg gut.

«Die Zusammenarbeit im Verbund verläuft völlig problemlos», sagt Herbert Sedlmair, Rektor an der Mittelschule. Weil es in der er Schule genügend M-Schüler gibt, könnten vor Ort alle Zweige angeboten werden. Damit müssen Schüler nicht an andere Schulen pendeln. «Wir sind im Verbund ganz autark geblieben.» Der M-Zug sei auch im kommenden Schuljahr sehr gefragt und mit den Schülerzahlen sei man ebenso zufrieden. «Es sieht gut aus bei uns.»

Sonthofen Auch Reinhard Gogl, Rektor der Mittelschule in Sonthofen, ist mit der Kooperation im Verbund und der Nachfrage nach dem M-Zweig zufrieden. «Wir sind gut aufgestellt.» Abhängig sei die positive Entwicklung von der Lehrerzuteilung. Momentan habe er an seiner Schule genügend Lehrer, um kleinere Klassen mit im Schnitt 22 Schülern zu bilden. Das müsse so bleiben. Gastschüler vom Verbundpartner Bad Hindelang gebe es nur vereinzelt in arbeitspraktischen Fächern.

Immenstadt «Heuer klappt alles sehr gut», meint Rektor Wolfgang Knoll. An der Immenstädter Schule werden alle berufsorientierten Zweige angeboten. Sie werden auch von Schülern aus Oberstaufen und Blaichach besucht. «Aber das ist nichts Neues. Das gab es bereits vor der Gründung des Schulverbundes.» Derzeit besuchen auch Schüler aus dem Dreierverbund die gebundene Ganztagesklasse in Immenstadt oder die offene Ganztagesklasse in Blaichach.

Oy-Mittelberg Wenig verändert hat sich durch den Mittelschulverbund von Oy-Mittelberg und Pfronten - die Schule in Oy besuchen auch Schüler aus Wertach. Die Fächer Wirtschaft-Technik und Soziales werden aufgrund der ausreichenden Schülerzahlen noch an beiden Schulen angeboten. Wie sich die entwickelt, ist noch offen. Pendeln müssen bislang nur zwei oder drei Schüler von siebten Klassen aus Oy, die den M-Zug in Pfronten besuchen.

«Alte» M-Zügler aus Oy werden ihre letzten beiden Schuljahre weiterhin in Durach verbringen, weil sie nicht aus ihrem gewohnten Umfeld herausgenommen werden sollen.

Buchenberg Die Zusammenarbeit mit den Schulleitern in Weitnau und Waltenhofen ist laut Walter Wulff, Schulleiter in Buchenberg und Koordinator des Mittelschulverbunds, «sehr kooperativ». Viel Arbeit gebe es mit der Stundenbudgetierung für Fachunterricht im Verbund, da müssten die Schulleiter Kompromisse eingehen. Vier Achtklässler pendeln zum Besuch des Sozialzweigs einmal wöchentlich mit einem Kleinbus nach Waltenhofen, dazu kommen am Montag drei Neuntklässler.

Waltenhofen Sieben Achtklässler fahren einmal wöchentlich nach Buchenberg, um den fachspezifischen Wirtschaftsunterricht zu besuchen - und täglich etliche M-Schüler. «Das klappt hervorragend mit dem Busunternehmen», sagt Schulleiterin Susanne Schumacher. Viele Absprachen seien dafür aber im Vorfeld nötig gewesen. Zudem sei es für manchen Schüler schwierig, sich einen halben Tag in einem anderen Klassenverbund zu integrieren. «Es wird noch einige Zeit dauern, bis sich ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt.»

Weitnau Noch gar keine Erfahrungswerte mit dem Schulverbund hat die Schule in Weitnau - dort gehen auch Schüler aus Missen-Wilhams hin. Wer eine weiterführende Schule besuchen will, fahre meist nach Isny. «Wir bluten in diese Richtung aus,» so Schulleiter Walter Höss. Heuer gab es für die Weitnauer den Verbund nur auf dem Papier. Höss: «Mal schauen, wie künftig die Tendenz der Eltern ist.»

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