Restaurierung
Missener Kirche in neuem Glanz

Der kommende Sonntag ist für die 1400 Katholiken in Missen ein Festtag: Ein halbes Jahr mussten sie auf Pfarrhof und Bürgersaal ausweichen. Nun steht die im Innenbereich frisch restaurierte Pfarrkirche St. Martin wieder zur Verfügung.

1980 war der Innenraum der im 15. Jahrhundert erbauten Kirche zuletzt restauriert worden. Vor allem die alte Bankstrahler-Heizung hatte seither viel Schmutz abgesondert und Wänden, Malereien und Kunstwerken zugesetzt. So hatte sich die Kirchenverwaltung schon im Jahr 2000 mit einer Überarbeitung beschäftigt. 2008 gab es die ersten Kontakte zu den Restauratoren und im Mai 2010 wurde mit dem Ausräumen und Grobreinigen begonnen. Im Juni folgte das Gerüst, die alten Anstriche wurden entfernt und kurz darauf begannen die Restauratoren Gerhard Diem, Heinz Olbrich und Isidor Hefele mit ihrer Arbeit. Gebhard Eyerschmalz war für die Raumschale verantwortlich, Markus Binapfl vor allem für die Deckengemälde. Als Bauleiter war Johannes Amann eingesetzt. Verändert haben die Restauratoren nichts, sie stellten den ursprünglichen Zustand wieder her.

So gab es auch keine Auflagen des Denkmalschutzes. Die gotische Bauform wird weiterhin von klassizistischen und barocken Stilelementen bei der Ausstattung ergänzt.

Neu gemalt, frisch vergoldet

In den vergangenen Monaten wurden unter anderem die Deckenbilder und Medaillons an den Seiten des Kirchenschiffes gereinigt, teilweise neu gemalt und frisch vergoldet. Überarbeitet wurde auch die Altarausstattung. Die alte Kanzel musste neu an der Außenwand befestigt werden. Die Orgel wurde gereinigt. Während der Arbeiten wurden Hausschwamm- und Holzbock-Schäden festgestellt, was zu Mehrkosten führte. Außerplanmäßig musste ein Außengerüst aufgebaut werden, um die Statik der Dachkonstruktion durch den Einbau zusätzlicher Eisenverstärkungen zu verbessern.

Anfang dieser Woche wurde die neue, energiesparende Sitzbankheizung eingebaut. «Die Gottesdienst-Besucher müssen sich wärmer anziehen, denn die Heizung gibt die Wärme nicht mehr an den Raum ab», weiß Kirchenpflegerin Rosmarie Mohr. Sie war vor Ort Ansprechpartnerin für Handwerker und Restauratoren und hat selbst eine besondere Beziehung zur Kirche: «Hier wurde ich getauft und getraut». Begeistert hat sie die Bereitschaft der Missener, selbst aktiv zu werden, wann immer möglich. Froh um die Unterstützung war Pfarrer Anton Zech, der in der Pfarreiengemeinschaft neben Missen noch fünf weitere Gemeinden betreut. Er wird am Sonntag im Gottesdienst den neuen Innenraum segnen.

Gottesdienst ist in der Pfarrkirche St. Martin am Sonntag, 5. Dezember, um 10 Uhr und wird vom Cantabele-Chor musikalisch umrahmt.

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