Kirchenrenovierung
Missen hat seinen Mittelpunkt wieder

«Die Kirche ist Mittelpunkt für den Ort, geografisch, aber auch für jeden einzelnen Menschen.» Dies stellte Dekan und Pfarrer Toni Zech am gestrigen Sonntag beim Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Martin fest. Diesen sakralen Mittelpunkt hat Missen nun nach den monatelangen Restaurierungsarbeiten im Kirchenschiff (wir berichteten) nun endlich wieder. Eine große Schar von Gläubigen versammelte sich nun, um die Messe endlich wieder in der altgestammten Kirche feiern zu dürfen.

Adventliche Erwartung erfüllt

In der adventlichen Zeit der Erwartung habe sich eine Erwartung bereits erfüllt, sagte Zech, der als Pfarrherr gleich in mehreren Kirchengemeinden seelsorgerische Aufgaben wahrnimmt. «Wir können uns wieder in dieser wunderschönen hellen Kirche zum Gottesdienst treffen», freute er sich. Der Glanz der Kirche möge auch in jedem Einzelnen leuchten und den Glauben zum Leuchten bringen, wünschte sich der Geistliche. Jeder Besucher der Heiligen Messe sei ein lebendiger Stein am Bau der Kirche, fügte Zech hinzu.

Erinnerung an Rudolf Kieser

Der Geistliche sprach vom Missener Gotteshaus als einem im besten Sinne «Denk-mal». Das Bauwerk möge zum Nachdenken über den Glauben an sich anregen, betonte Zech. «Wir sollen uns erinnern an die Weite des Glaubens und die kleinen Dinge des Alltags vergessen», so der Pfarrer in seiner Predigt. Nicht zuletzt sei die Kirche ein wichtiger Ort, um Glauben zu teilen: «Hier können wir gemeinsam beten und für den Mitmenschen da sein».

Viel habe das Jahrhunderte alte Kirchengebäude erlebt, erinnerte Pfarrer Zech an den Werdegang des Bauwerks. Dazu zählte er auch die langen Jahre, die sein Vorgänger Rudolf Kieser in diesem Gotteshaus gewirkt habe. «Es ist nun schon ein Jahr vergangen, seit er gestorben ist. Aber heute schaut er mit Sicherheit mit viel Freude auf die restaurierte Kirche herunter», merkte Zech an.

In der vom Cantabele-Chor unter Lilya Schiller feierlich umrahmten Messe bezeichnete Missens Bürgermeister Hans-Ulrich von Laer den Abschluss der Arbeiten als «Vollendung eines großen Werkes». Niemand könne sich dem Glanz entziehen, der nun wieder von der Kirche ausgehe. Gewöhnungsbedürftig seien nach dem Umbau der Heizung einzig die frischen Raumtemperaturen. Doch dies ist aus Sicht des politischen Gemeindeoberhaupts auch eine Herausforderung: «Wir können uns hier menschliche Wärme geben». Der Bürgermeister dankte drei Personen für ihr Engagement rund um die Restaurierung: dem Mesner-Ehepaar Thomas und Martina Wilhelm, das zahlreiche Spendenaktionen organisiert hatte, und Kirchenpflegerin Rosmarie Mohr, bei der alle Fäden zusammenliefen.

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