Rundgang
Menschen mit Behinderung machen in Immenstadt auf Hindernisse aufmerksam

Wenn Adelbert Kohler in seinem Rollstuhl durch Immenstadt fährt, wird er manchmal ordentlich durchgeschüttelt. Doch das stört ihn weniger. Es gibt andere Dinge, die ihm auf der Seele liegen. Deswegen gehört er zu der kleinen Gruppe von Menschen mit Behinderung, die mit Werner Oppold, dritter Bürgermeister und Behindertenbeauftragter von Immenstadt, sowie Vertretern der Stadt einen Spaziergang durch die Innenstadt machen. Sie wollen auf Hindernisse aufmerksam machen, die Gehbehinderten das Leben schwer machen.

'Im Grunde sind wir ganz zufrieden', sagt Kohler. Jede Behinderung sei anders, man könne nicht auf alle Bedürfnisse eingehen. Für ihn sei es aber ein Anliegen, dass der Behindertenparkplatz am Klosterplatz auf eine ebene Fläche verlegt wird. 'Im Moment ist das ein- und aussteigen dort sehr schwierig für mich, weil der Rollstuhl schnell wegrollen kann.'

Ein paar Meter weiter wäre der Parkplatz optimal. Dort ist der Boden sogar geteert. Es ist nicht das erste Mal, dass Kohler Oppold gegenüber diesen Wunsch anspricht. Er sei zuversichtlich, dass jetzt etwas passiert. 'Man braucht einen langen Atem, wenn man was ändern will.'

Gerhard Klessinger komme mit seinem Rollstuhl in Immenstadt gut zurecht. Sein Wunsch aber wäre, im Hallenbad einen behindertengerechten Einstieg ins Becken einzubauen.

Karl-Heinz Ueberschaer und Ingrid Ertl vom Arbeitskreis Besuchsdienst hingegen nutzen das Treffen, um Kritik zu üben. Ertl habe ehrenamtlich einen Wanderführer mit rollstuhlgerechten Routen in und um Immenstadt entworfen und ihn der Stadt zur Verfügung gestellt.

Verlegt worden – und damit der Zielgruppe zugänglich gemacht – sei er aber nie. Laut Ueberschaer liege der Stadt schon lange eine Liste mit Hindernissen für behinderte Menschen vor. Er verstehe nicht, was das Treffen bringe.

'Kommen Sie zum nächsten Treffen, dann sehen Sie, was es gebracht hat', antwortet Oppold. Er verspricht, dass die Anregungen nicht in einer Schublade verschwinden. Die Stadt habe schon Probleme der Behinderten gelöst. Auf alle Kritikpunkte konnte bis jetzt aber nicht eingegangen werden.

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