Aus der Verkehrsgeschichte Immenstadts III
Luftfahrt in Immenstadt im Jahre 1784

Verfremdete Graphik von L.Walther von 1890
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  • Verfremdete Graphik von L.Walther von 1890
  • Foto: Selbst erstellte Graphik
  • hochgeladen von Gerhard Rapp

Redaktioneller Hinweis: Dies ist ein Heimatreporter-Beitrag. Er spiegelt die Meinung des Verfassers wider.

Die Zeitschrift Deutsche Luftfahrt aus dem Jahre 1905 schreibt Folgendes:
"In Immenstadt im Allgäu wurde am 25. Februar [1784] ein gleichfalls gelungener Versuch1  gemacht. Zwei junge Herren, Johann Fink, ein geschickter Uhrmacher, und Joh. Georg Kennerknecht, ein braver Tonkünstler, beide aus dem Reichsgräflich Königseggschen Dorfe Kirchdorf gebürtig, erhielten die Erlaubnis, auf dem geräumigen Marktplatze, in Gegenwart der Reichsgräflichen Herrschaften, einen Versuch mit einer Luftkugel von 15' in der Höhe und 12' im Durchmesser und mit dem Königeggschen Wappen geziert machen zu dürfen. Die Füllung war ein Mittelding zwischen brennbarer verdünnter Luft. (?) Bei ihrem Flug über die Iller sank sie bis auf 12 Klafter herab, erhob sich aber dann mit neuer Schwungkraft..."

Einen Beleg für die Rothenfelser Luftkugel bzw. Fesselballon mag die durch eine andere Quelle belegte Teilnahme des Johann Fink an einem Ballon-Wettbewerb im April des selben Jahres in Schaffhausen sein. 

Wenn man bedenkt, dass die Gebrüder Montgolfière ihren ersten Heißluftballon erst neun Monate  und Jacques Alexandre César Charles seinen ersten Gasballon fünf Monate zuvor in den Himmel entließen, kann man den Allgäuern fortschrittliches Denken nicht absprechen.

Im Verlauf des Jahres 1784 entwickelte sich ein wahres Ballon-Fieber und man erzählt, dass ein herrschaftlicher Gastgeber seine Gäste damit verblüffte und wohl auch begeisterte, dass er mit Ballongas gefüllte Würste aus der Terrine fliegen lies.

1) zuvor gab es Ballonstarts in Ottobeuren und Kempten. 

Verfremdete Graphik von L.Walther von 1890

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