Monta-Klebebandwerk
Kraftprotze bewältigen Tonnenlasten

200 Millionen Quadratmeter Selbstklebebänder für Verpackungen gehen pro Jahr von Immenstadt auf die Reise in die Welt. Die Pharma- und Lebensmittelindustrie benötigt die Materialien ebenso wie die Textil- und die Automobil-Branche. Um die Nachfrage zu bewältigen und die Qualitätsstandards ständig zu steigern, muss das Klebeband-Werk Monta von Zeit zu Zeit neue Maschinen installieren. Gestern war es wieder einmal soweit. Ohne zwei Super-Kräne, wahre Kraftprotze, ging gar nichts. Eine tonnenschwere Schneidemaschine musste ins Obergeschoss der Betriebshalle gehievt werden.

Präzisionsarbeit von Gewicht

Zunächst wurde die bisherige und mittlerweile ausgediente Maschine aus dem zweiten Stock des Produktionsgebäudes herausgeholt. Diese kompakte Anlage geht zurück zum Hersteller ins italienische Mailand. Das nagelneue Schneidegerät für die Klebebänder, ebenfalls in Mailand gefertigt, wurde in zwei Teilen direkt von einem Lastwagen herunterholt, an den Stahlarmen befestigt und zu einer Plattform im zweiten Stock hochgezogen, von wo aus die Maschinerie ins Gebäude-Innere zu ihrem künftigen Standort gebracht wurde.

Bei der kniffligen Präzisionsarbeit der Kranführer, bei den italienischen Monteuren, aber auch bei den eingeschalteten Monta-Mitarbeitern saß jeder Handgriff perfekt, wie sich Beobachter des minutiösen Tuns überzeugen konnten. So eckten die zehn und zwei Tonnen schweren Teile auch nirgends an und wurden in luftiger Höhe sicher aufgesetzt. Der Ablauf solcher Neuinstallationen ist bei der Immenstädter Firma in den letzten Jahren durch einen fortwährenden Modernisierungsprozess und Maschinenersatz fast schon zur Routine geworden. In den nächsten Tagen wird die Schneidemaschine in den Arbeitsablauf beim größten deutschen Hersteller für Verpackungsselbstklebeband eingebettet.

«Durch Investitionen wie diese können wir im hart umkämpften Klebebandmarkt punkten und damit Arbeitsplätze erhalten» sagt Johann Amoser, seit fünf Jahren alleiniger geschäftsführender Gesellschafter von Monta. Sogar im Krisenjahr 2009 hat das Werk in neue Anlagen im Wert von rund zwei Millionen Euro investiert. Die erste Schneidemaschine wurde bereits im Juni geliefert und läuft seitdem im Drei-Schicht-Betrieb. (gj)

 

Eine knifflige Präzisionsarbeit mit tonnenschweren Lasten war gestern im Monta-Klebebandwerk in Immenstadt zu leisten. Foto: Günter Jansen

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