St.-Michael-Chor
Konrad Zdarsa überreichte gestern in Sonthofen die Palestrina-Medaille

Doppelte Ehre für den St.-Michael-Chor in Sonthofen: Die Sänger um Chordirektor Heinrich Liebherr erhielten die Palestrina-Medaille, die höchste Auszeichnung vom 'Allgemeinen Cäcilien-Verband' Deutschland. Und sie hatten mit Bischof Konrad Zdarsa auch einen besonders prominenten Laudator. Der Pontifex überreichte die matt goldene Medaille während eines Festgottesdienstes zum Patrozinium in der Pfarrkirche St. Michael. Danach trug sich der Gast aus Augsburg ins Goldene Buch der Stadt ein.

Mit schwungvoller Schrift hinterließ er dort seinen Wahlspruch 'Ipse enim est pax nostra' und die – etwas freie – Übersetzung: 'Christus ist unser Friede.'

Es folgt der Satz: 'Mit einem festlichen vom St.-Michael-Chor umrahmten Gottesdienst haben wir das Patrozinium und das Chorjubiläum begangen.' Für den historischen Augenblick hatte Liebherr die Messe in B-Bur von Franz Schubert einstudiert. Die Soli sangen Brigitte Neve (Sopran), Gabi Nast-Kolb (Alt), Bernd Neve (Tenor) und Michael Hanel (Bass). Begleitet hatte die Sänger die Oberallgäuer Orchestervereinigung.

Den Bischof unterstützten bei dem Pontifikalamt Stadtpfarrer Karlheinz Müller und die Ruhestandsgeistlichen Monsignore Josef Fickler und Josef Prinz.

In zweiter Reihe agierten Diakon Gerhard Kahl und der bischöfliche Sekretär, Domvikar Benjamin Beck. In seiner Predigt sprach Zdarsa über die 'Be-Geisterung', die von Gott komme und den Menschen zu einer besonderen Sensibilität befähige für das Gute in Anderen.

Wer singe und bete, öffne sein Herz zu wahrer Begeisterung. Die Musik sei hör- und sichtbares Beispiel dafür, den Weg der Begeisterung zu beschreiten.

Der Kirchenchor St. Michael blickt auf eine lange Geschichte zurück: Seit nachweislich 290 Jahren begleitet er Gottesdienste in der Kirche. Die Medaille, benannt nach dem italienischen Kirchenmusiker Giovanni Pierluigi da Palestrina, würdigt die mindestens 100-jährige Tradition eines geistlichen Chores sowie die 'regelmäßige und vorbildliche Mitgestaltung der Liturgie', so der Bischof in seiner Laudatio.

Vizelandrat Anton Klotz wünschte dem Chor weiter 'Kraft und Inbrunst', wie es beim Gottesdienst zu spüren gewesen sei. Bürgermeister Hubert Buhl gratulierte ebenso und überreichte dem Bischof als Erinnerung eine Allgäu-CD.

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