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Kinderschutzbund Sonthofen setzt auf faire Schokolade

Für Schokolade aus fairem Handel macht sich der Kinderschutzbund Sonthofen stark. Er beschenkt jedes Jahr einige Mädchen und Buben zum Fest. Heuer gibt es erstmals faire Schokolade. Die ist zwar teurer, aber weil die Devise ohnehin heißt 'Nicht soviel Süßes', gibt es statt zwei Tafeln nur eine. So könnten es auch die Familien machen, rät der Kinderschutzbund.

Die Kinderschützer beschäftigen sich schon länger mit Nachrichten, wonach an der Elfenbeinküste, dem weltweit größten Produzenten von Kakaobohnen, laut Unicef 200 000 Kinder auf Plantagen arbeiten. Es würden auf die Anbaugebiete sogar Kinder aus Nachbarstaaten wie Mali, Burkina Faso und Niger verschleppt und für etwa 250 Euro verkauft, um so billig wie möglich produzieren zu können.

Seit über einem Jahrzehnt gibt es laut Kinderschutzbund Bemühungen, die untragbaren Zustände von Entführung, Versklavung und Ausbeutung zu unterbinden. Ohne Erfolg. Noch immer könnten viele Konsumenten nicht erkennen, ob in ihrer Schokolade Kinderarbeit steckt oder nicht.

Nun hat sich der Kinderschutzbund bei Renate Schiebel, Leiterin des Weltladens, informiert, ob es Rohkakao-Importe aus Anbaubetrieben mit menschenwürdigen Arbeitsbedingungen gibt. Und in der Tat: Schokoladen mit dem Fairtrade-Siegel gibt es im Weltladen und auf anderen Regalen.

Laut Schiebel ließ die höhere Nachfrage nach solcher Schokolade das Angebot wachsen, auch bei Großkonzernen. Für Schiebel und den Kinderschutzbund ist das ein Beispiel, dass kleinere Projekte Veränderungen bewirken können, wenn kritische Konsumenten diese unterstützen.

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