Lehrstellen
Jugendliche stellen bei Berufsfindungstag in Sonthofen ihre Berufe vor

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10 Uhr, der Raum ist voll, die Zuhörer interessiert. Unter ihnen die 13-jährige Katja Amann aus Tiefenbach bei Oberstdorf und ihre Mutter Cornelia. Katja besucht die achte Klasse der Oberstdorfer Mittelschule. Am Ende des Schuljahres soll die 13-Jährige entscheiden, welchen Beruf sie ergreifen möchte.

Als was sie einmal arbeiten wird? Katja weiß es noch nicht. Genau deshalb sitzt sie mit den anderen Jugendlichen und einigen Eltern in dem Vortrag von Berufsberater Jürgen Settele von der Arbeitsagentur in Sonthofen. Auf den Berufsfindungstag der Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd, der Stadt Sonthofen und des Allgäuer Anzeigeblatts gibt er Tipps, wie man den passenden Beruf findet.

Von den eigenen Interessen ist da die Rede, von der Frage, in was man besonders gut ist, und von anderen Stärken und Schwächen. Katja sagt, sie könne Texte gut verstehen. 'Technisches liegt mir nicht so.' Also, welcher Beruf? 'Im Moment ist die Antwort schwierig, weil sie es noch gar nicht weiß', meint Katjas Mutter Cornelia Amann und ist ganz überrascht, als ihre Tochter erzählt, dass Masseurin, Ergotherapie und Restaurantfachfrau für sie infrage kommen.

vor –und zerstört gleich die Hoffnung einiger Eltern auf eine einfache Antwort. 'Es gibt keinen Test der herausbringt, was mein Sohn oder meine Tochter werden will.'

50 Firmen, Behörden und Schulen versuchen an ihren Ständen im Haus Oberallgäu und in der Markthalle, die Jugendlichen in der Berufswahl zu unterstützen – und natürlich potenzielle Auszubildende für sich zu gewinnen. Besonders großer Andrang herrscht bei den großen Firmen im Oberallgäu. Die Stände von BHS, Bosch, Geiger und den Autohäusern 'Seitz' und 'Allgäu' sind teils dicht umlagert.

Bei vielen Ausstellern legen sich Auszubildende ins Zeug, um andere Jugendlichen von ihrem Beruf zu überzeugen. Beispielsweise bei Bosch hatten die Lehrlinge laut Ausbilder Christoph Buhl von den gezeigten Werkstücken bis zum Aufbau des Stands alles selbst in der Hand. An den Ständen mehrerer Hotels wurde flambiert, aus Gemüseesssbare Kunstwerke geschnitzt und Cocktail geshaket. Beim Landratsamt haben die Azubis das Landkreis-Wappen neu gestaltet.

Die Resonanz der Jugendlichen beurteilte am Stand der Raiffeisenbank Bereichsleiter Karl Scheifel als sehr gut. Und Katja Amann ist nach der Messe gut gelaunt. Sie weiß jetzt, dass sie die Sebastian-Kneipp-Schule besuchen und Masseurin werden möchte.

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